Mal ehrlich... Aus dem Leben eines Taugenichts
Es heißt ja immer, Sänger seien so entsetzlich dumm. Ich will auch gern zugeben: Nicht jeder Kollege ist so helle, dass man eine Sonnenbrille braucht. Trotzdem ist das Klischee nicht fair. Viele Sänger, die ich kenne – vor allem viele Sänger, die ich nicht bloß kenne, sondern auch mag – waren auf der Uni. Nicht, um Gesang zu studieren. Vier sind fähige Komponisten. Ich selbst wäre fast Ökonom geworden, auch wenn das, zugegeben, der Weltwirtschaft eher geschadet hätte. Andere haben Abschlüsse in Jura, Medizin, Zoologie, Geschichte und Biochemie.
Einer ist Fachmann für Hexenkunst. Sie alle verdingen sich mit Singen, und ein paar sind sogar richtig berühmt. Ich behaupte also – selbstverständlich ohne irgendwelche statistischen Belege –, dass der Durchschnitts-IQ bei Sängern ziemlich hoch liegt.
Bloß: Es hat so seine Nachteile, wenn es auf der Probebühne von Intelligenzbestien wimmelt. Unglaublich, wie viel Zeit man mit abgründigen Gesprächen über die verborgenen Bedeutungsebenen eines Shakespeare’schen Verses verschwenden kann. Oder mit wissenschaftlich unterfütterten Streitereien über die stilistische Authentizität einer bestimmten Verzierung. Neulich verwickelte so ein ...
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Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Christopher Gillett
Zwei sehr verschiedene Stücke hat man da in Episoden zerlegt und in der Werkstatt der Berliner Staatsoper zu einem Doppelabend verschränkt: Janáceks Liederzyklus «Tagebuch eines Verschollenen» und Poulencs Tragédie lyrique «La Voix humaine». In der kargen, aber enthusiastisch musizierten Klavierfassung (Leitung und Klavier: Günther Albers) geht das erstaunlich gut...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
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www.theater-aachen.de
– Brokeback Mountain: 4., 11., 14., 22.
– West Side Story: 16., 18. (Aachen), 25. (Limburg)
– Luisa Miller: 24.
Alt...
Als eine der wenigen romantischen Belcanto-Opern ist Bellinis «Sonnambula» nie ganz von den Spielplänen verschwunden und hat als Virtuosenfutter für Primadonnen überlebt. Erst Maria Callas hat die ja nur scheinbar harmlose Idyllik der nachtwandelnden Amina expressiv aufgebrochen. Aber es sollten nochmals weitere fünfzig Jahre vergehen, ehe es dem Regieduo Jossi...
