Learning by Doing
In Palermo wird derzeit ein vokal verheißungsvoller, szenisch streitbarer «Ring» geschmiedet. Die Aufführungen des ersten und zweiten Teils der Tetralogie während der Wintermonate am Teatro Massimo überzeugten zunächst in gesanglicher Hinsicht. Franz Hawlata, das mag nach seinem Sachs in Bayreuth überraschen, sang den Wotan mit solider Legato-Kultur und konziser Diktion. Und als Darsteller machte er den Wandel vom kruden Geschäftsmann zum frustrierten Möchtegern-Macher und Schicksalslenker, schließlich zum reumütigen Vater bruchlos deutlich.
Mit Anna Maria Chiuri als Fricka, Robert Brubaker als Mime, Sergei Leiferkus als Alberich, Stephanie Corley als Freia, Alexei Tanovitski als Hunding und Lise Lindstrom als Brünnhilde stand ihm eine Sängerriege zur Seite, die durchweg aufhorchen ließ. Einzig Ceri Williams (Erda) und Ausrine Stundyte (Sieglinde) fielen mit übermäßigem Vibrato bei ansonsten kraftvollem und ausdrucksstarkem Stimmeinsatz vokal etwas ab. John Treleaven war als Siegmund in letzter Minute für Simon O’Neill eingesprungen, der Palermo nach einem Krach mit dem Hausorchester (es ging um dessen angeblich schlechte Vorbereitung) den Rücken gekehrt hatte.
Zweifellos ein ...
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Opernwelt April 2013
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Carlo Vitali
«Das Liebesverbot»
Es ist ein altes Wortspiel, das auch Patrice Chéreau gern benutzt. Doch nun verbindet sich damit plötzlich Realität. Sowohl in Bayreuth wie in Beirut wird in diesem Jahr Wagners Frühwerk «Das Liebesverbot» gespielt. Ein Besuch beim Al Bustan Festival im Libanon
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«Stupenda» hatte jemand an ihre Garderobentür geschrieben, vor Jahren in einem großen italienischen Opernhaus – eilig, in etwas wackeligen, schüchternen Großbuchstaben, so, als wollte er sich bei dieser Geste herzlicher Verehrung nicht ertappen lassen.
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