Kleine Truppe, ganz groß

Gluck: Iphigénie en Tauride Sydney / Pinchgut Opera

Opernwelt - Logo

Australien ist angesichts seiner Größe und dünnen Besiedlung kaum in der Lage, eine Alte-Musik-Szene zu kultivieren, die den Namen verdient hätte. Viele der versiertesten Musiker des fünften Kontinents haben längst ihre Koffer gepackt und sich einen Platz in den führenden Originalklangkörpern Europas gesucht.

Doch Pinchgut Opera hatte die blendende Idee, einige der «Ausgewanderten» für die Dauer einer kurzen Spielzeit nach Hause zu holen und sie mit ihren daheimgebliebenen Kollegen zusammenzuführen: So kam ein Orchester zustande, das der besten internationalen Konkurrenz das Wasser reichen kann.

Seit nunmehr zwölf Jahren bringt die unabhängige Kompanie mutiges, innovatives Barockmusiktheater auf die Bühne von Sydneys Angel Place Recital Hall – seit diesem Jahr sogar zwei Produktionen jährlich statt wie bisher nur einer. Die Vorstellungen sind in der Regel ausverkauft, das Publikum ist zunehmend international. In dieser Neuproduktion von Glucks «Iphigénie en Tauride» – die zweite Aufführung des Werks in Australien und die erste Oper des Komponisten, die hier auf Originalinstrumenten gespielt wird – wirft Pinchgut einen schonungslosen Blick auf eine Frau am Rande des ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Panorama, Seite 40
von Shirley Apthorp

Weitere Beiträge
Impressum

Impressum

56. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752275

Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de

Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 12.01.2015

Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....

Mädels, Tore, Sensationen

Mit Zuckerlächeln piepst sie Emmerich Kálmáns Melodien. Stampft, lacht, steppt. Fliegt durch die Luft, entsorgt ihren Tanzpartner in ein Fass und tanzt den Csárdás umstandslos mit einer Frau weiter: Marika Rökk war Sylva Varescu im Film «Die Csárdásfürstin», den ihr Mann Georg Jacoby zu Beginn der 1950er-Jahre drehte. Das Teufelsweib, das aus dem Musikfilm der...

Aschfahle Askese, glühende Intensität

Olivier Py hat in seiner Pariser Inszenierung Francis Poulencs Passionsspiel über den Märtyrertod der Karmeliterinnen von Compiègne während der Französischen Revolution auf seinen existenziellen Anlass und Kern reduziert: die Lebens- und Todesangst der Novizin Blanche de La Force, die sich ins Kloster flüchtet, aber auch dort nicht die Ruhe findet, die sie sucht....