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Opernwelt April 2008
Rubrik: Service, Seite 28
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Weitere Beiträge
Die Gezeiten einer Stimme

Vor vielen Jahren klebte in Gelsenkirchen ein Plakat mit dem Text «An Jesus kommst du nicht vorbei». Einer schrieb darunter: «Stan Libuda immer». Eine zarte Blasphemie, über die vermutlich auch Gott schmunzelte. Was das mit Rolando Villazón zu tun hat? An ihm und seinem Comeback nach der etwa halbjährigen freiwilligen Auszeit käme im Augenblick wohl auch der...

Gezügelte Fantasie

Zur Eröffnung des neu erbauten Teatro La Fenice am 16. Mai 1792 schrieb Graf Alessandro Pepoli, ein brillanter venezianischer homme de lettres, das ambitionierte Fami­lien­drama «I Giuochi d’Agrigento» («Die Sportwettspiele von Agrigent») und Giovanni Paisiello, der gerade mit seiner sensationell erfolgreichen «Nina» ein neues Genre in Europa etabliert hatte, eine...

Abgeschminkt

Ernst Kreneks «Jonny spielt auf» ist eine Art Legende der Operngeschichte. Weniger wegen des sensationellen Erfolgs, den das Werk nach der Uraufführung 1927 hatte, als aufgrund des Umstands, dass die Titelfigur, der schwarze Jazzmusiker Jonny, den Nazis als Signet für ihren Vernichtungsfeldzug gegen «entartete Musik» diente. Seither ist die Oper in aller Munde,...