In Maßen erträglich

Cooperstown, Wagner: Das Liebesverbot

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Die nicht zum Bayreuther Kanon zählenden Frühwerke Wagners sind in den Vereinigten Staaten nie auf einen grünen Zweig gekommen. «Rienzi» hatte während der ersten Welle der amerikanischen Wagner-Begeisterung (1886-1890) eine kurze Blütezeit an der Met, danach ist das Stück kaum mehr gespielt worden. Die New York City Opera präsentierte 1982 in halbszenischen Konzerten «Die Feen» (mit John Alexander und June Anderson).

Ins gleiche Jahr fiel auch die US-Premiere von «Das Liebesverbot» (1835 fertig gestellt, verschwand das Werk nach der desaströsen Magdeburger Uraufführung 1836 sogar in Deutschland bis 1923 in der Versenkung): Im Rahmen einer gekürzten Konzertversion waren auf dem (inzwischen abgewickelten) Waterloo Festival in New Jersey damals Donald Grobe als Luzio sowie die junge, aufstrebende Alessandra Marc als Mariana zu hören.
Erst in diesem Sommer wagte sich mit dem ländlich gelegenen, doch stets anspruchsvollen Glimmerglass Festival ein amerikanischer Veranstalter an eine professionelle Produktion des «Liebesverbots». Nicholas Muni zog alle Regieregister, um das Stück attraktiv zu machen, freilich hatte man die Partitur kräftig zusammengestrichen. Zwei Stunden Musik fielen dem ...

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Opernwelt September/Oktober 2008
Rubrik: Festspiele II, Seite 52
von David Shengold

Vergriffen
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