Hyper-Verismo
Welch ein Finale! Ein berückendes Streicherflirren, ein opalisierendes Flimmern, ein Farbenfunkeln im verschwebenden Pianissimo, unterwegs ins Wesenlose. Lautenklang mischt sich drein, Schalmeienton, Oboenkringel, vor allem aber die altertümlich, ja, fast exotisch wirkende Viola pomposa. Und: Frauenstimmen von fern. Ein immerzu changierendes Band der Tonpoesie. Debussy, denkt man, Richard Strauss bisweilen, auch Schreker, Mascagni, selbst Wagner. Der verzehrend schöne erste Aktschluss von Riccardo Zandonais «Francesca da Rimini» ist’s.
Paolo der Schöne erscheint, um für seinen zerschossenen, lahmenden Bruder Gianciotto bei der Titelheldin zu werben. Und singt kein einziges Wort. Eine Pantomime, bevor die Tragödie um Liebe, Eifersucht, Verrat und Mord ihren Lauf nimmt. Fabrice Bollon und das Philharmonische Orchester Freiburg breiten die singuläre Szene mit aller nur denkbaren Behutsamkeit aus. Man ist weit gekommen miteinander.
Am Anfang war Marek Janowski. Als er – 41 Jahre ist’s her – im Breisgau seine erste GMD-Stelle antrat, tat er das mit der Absicht, in jeder Spielzeit ein abgelegenes Werk konzertant aufzuführen. Nach zwei Jahren schied der Dirigent in Richtung Karriere. ...
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Opernwelt September/Oktober 2013
Rubrik: Magazin, Seite 99
von Heinz W. Koch
Frau Te Kanawa, Sie waren eine der begehrtesten Sängerinnen der Achtziger- und Neunzigerjahre. Sie hätten allen Grund, in Ihre eigene Stimme «verliebt» zu sein. Sind Sie es?
Ach, dafür war es zu viel Arbeit. Ich musste mich immer zu sehr um meine Technik kümmern. Das war entscheidend für alles andere. Ich denke schon, dass man ein positives, emotionales Verhältnis...
arte
1.9. – 12.30 Uhr (Teil 5)
8.9. – 12.30 Uhr (Teil 6)
Wagner versus Verdi.
Dokumentation. 5. Der Gesang. Film von Thomas Macho.
6. ... und wie ihre Musik wirkt. Mit Christian Thielemann, Rolando Villazón, Gwyneth Jones, Elio Bataglia, Konstantin Wecker, Christian Brandauer u. a.
1.9. – 16.55 Uhr
Ein Stück von meiner Seele.
Dokumentation von Annette Schreier über Sol...
Was an Francesco Provenzales neapolitanischer Buffa «La Stellidaura vendicante» («Die sich rächende Stellidaura», 1674) fasziniert, ist neben der punktuell eleganten instrumentalen Umsetzung der nur skizzenhaft notierten Musik (Gesang und Bass in den Vokal-, dreistimmiger Satz ohne Instrumentationsangaben) durch die Academia Montis Regalis der Umstand, dass es ein...
