Gute Unterhaltung!

Das Leben in Australien hat einen besonderen Touch. Disziplin und Laisser-faire sind dort keine Gegensätze, sondern zwei Seiten ­einer Medaille. Dieses Profil prägt auch die keineswegs nur auf das berühmte Opernhaus in Sydney beschränkte Opernlandschaft.

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Topografisch gesehen ist Sydney kaum zu übertreffen. Die Stadt an der Ost­küste bietet alles, was das Herz urbaner Nomaden begehrt: das Flair einer dynamischen Metropole, deren himmelstürmende Business-Türme von ­einer boomenden Wirtschaft künden; den Reiz ­eines verdichteten Lebensraums am Wasser, das in Gestalt einer weitläufig verästelten Bucht tief ins Land greift; den Charme einer sanft gewellten Hügellandschaft, die der Diktatur der Ras­ter und Planquadrate keine Chance lässt; ein kaum je getrübtes Ausgehklima, das milde Winter mit sonnengefluteten Sommern verschmilzt.


Vom Circular Quay, dem zentralen Fährhafen zwischen dem Altstadtviertel The Rocks und einer elegant herausgeputzten Flaniermeile, die bis zum legendären Opernhaus des dänischen Architekten Jørn Utzon führt, legen die gelben Schiffe der Sydney Ferries im Minutentakt ab. Über die Bay spannt sich majes­tätisch die Harbour Bridge – das Symbol des technisch-industriellen Aufschwungs der ehemaligen britischen Strafkolonie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine halbe Stunde Richtung Osten liegt der Pazifische Ozean. Eine knappe Stunde benötigt man, um den (landeinwärts) im Westen gelegenen Olympic Park zu erreichen. Und ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Schlaglicht, Seite 34
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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