Gleicher unter Gleichen

Gluck: Orphée et Eurydice London / Royal Opera House

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Immer wieder formiert sich das Ensemble zum Kreis, und am Ende rundet sich auch die Aufführung, als wär’s der Tod, der alles eint. Wieder wird seine Geliebte dem Feuer überantwortet, wie das im ersten Akt schon einmal geschehen ist – und Orpheus begreift, dass sich eine Eurydike nicht wirklich halten lässt, selbst wenn die Musik dabei zum Medium seiner Beschwörung wird. Nicht ohne Hintergedanken hat Hofesh Shechter die English Baroque Soloists deshalb auf einer Hebebühne platziert. Er kann bei Bedarf das Orchester hochfahren.

Er kann den Graben aber auch vertiefen, wenn es die Geschichte erfordert, und so zugleich das Verbindende wie das Trennende veranschaulichen, ohne das Geschehen groß konkretisieren zu müssen. Der Erinnerungsraum von Lee Curran bleibt ohnehin eher abstrakt. Wie eine Wand gewölbt, lenkt sie nicht ab von einem Trauerritual, das so etwas Zeitlos-Gültiges gewinnt.

Hofesh Shechter, derzeit hochgehandelt als Choreograf barbarischer Bewegungskompositionen, inszeniert zum ersten Mal eine Oper. Er tut es gemeinsam mit John Fulljames: ein durchaus diskutables Debüt, selbst wenn es nicht unbedingt neue Einsichten ermöglicht. Man hat die Pariser Fassung von Glucks ...

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Opernwelt November 2015
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Hartmut Regitz

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