Der Schlaf des Gerechten

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Opernwelt März 2007
Rubrik: Kommentar, Seite 72
von Sigfried Schibli

Vergriffen
Weitere Beiträge
Schöner Schrecken

Manchmal erscheint der Opernbetrieb rätselhaft. Da existiert ein wahrhaft operntheatralisches Werk – hef­tige Leidenschaften, Hysterie bis zum Wahnsinn, pralle Figuren, eine vehement mitreißende Musik von erstaunlicher Ausdruckspalette – und dann wird dieses Werk höchst selten gespielt. Warum? Vielleicht hat es Prokofjew mit seinem «Feurigen Engel» doch zu toll...

Im Korsett des anderen Konzepts

Da setzen zwei fränkische Theater fast zeitgleich Webers «Freischütz» auf den Spielplan, und beide Male fällt krankheitshalber der dafür engagierte Regisseur aus. Während in Würzburg als Einspringer Raik Knorscheidt mehr Zeit und zündende Einfälle hatte, um dem Konzept von Roland Velte (das dieser bereits 1994 in Halle realisiert hatte) den eigenen Stempel...

Umsichtig und fordernd

Der Mann war entweder einfach gut oder er verfügte über glänzende Kontakte – im Glücksfall sogar beides. Martín y Soler schrieb mehr als dreißig Opern und rund zwanzig Ballette für die bekanntesten Theater Europas, darunter das Burgtheater in Wien, die Eremitage in St. Petersburg, das King’s Theatre in London und das San Carlo in Neapel, wo 1779 seine «Ifigenia in...