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Robert Wilson inszeniert in Bologna erstmals Verdis «Macbeth» aus dem Geist des japanischen Nô-Theaters

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Für die Eröffnung seiner 250. Spielzeit hatte sich das Teatro Comunale in Bologna etwas Besonderes ausgedacht: Passend zum Verdi-Jubiläumsjahr sollte der amerikanische Theatermagier Robert Wilson «Macbeth» inszenieren. Der Stolz über diesen Coup war offenbar so groß, dass man einen Hinweis auf jene Partner, ohne die das Projekt kaum möglich geworden wäre, im Kleingedruckten versteckte.

So hatte Wilson seine erste Inszenierung des Stücks zunächst am ko-finanzierenden Teatro Municipal in São Paulo herausgebracht, Dekors und Teile der Lichttechnik waren in Brasilien hergestellt und von dort angeliefert worden. Gleichwohl schlug die Arbeit des Starregisseurs in Bologna laut offiziellen Angaben noch einmal mit 370 000 Euro zu Buche.

Präsentiert wurde die für Paris revidierte ­Fassung von 1865, rückübersetzt ins Italienische, ohne Balletteinlagen. Eine ungewöhnliche Entscheidung, zumal die meisten Dirigenten heutzutage eher die ein oder andere, zwischen der Pariser und der Uraufführungsversion von 1847 angesiedelte Mischvariante bevorzugen.

Wilson legt ein so einfaches wie stringent durchgehaltenes Regiekonzept vor. Schon 2005 hatte in Bologna eine abstrakt-farbsatte «Mac­beth»-Deutung ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Carlo Vitali

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