Barocke Grenzerkundungen
Ob es Alan Curtis noch zu einer Gesamtaufnahme aller Händel-Opern bringen wird? Dank der finanziellen Unterstützung der Händelianerin Donna Leon ist die Aufnahmeliste des 76-Jährigen schon auf über zehn Werke gewachsen, und nachdem frühere Curtis-Einspielungen eher den Werken aus der zweiten Reihe («Lotario», «Arminio») galten, wagt er sich seit einiger Zeit an Chefstücke wie «Alcina», «Rodelinda» und jetzt «Ariodante».
Dort hängen die Trauben allerdings ein gutes Stück höher: Curtis’ neuester Händel-Streich muss sich einem Feld von Vergleichsaufnahmen stellen, das von Raymond Leppards Klassiker mit Janet Baker und Samuel Ramey über Nicholas McGegans Aufnahme mit dem Freiburger Barockorchester und Lorraine Hunt bis zur Referenz-Version von Marc Minkowski mit Anne Sophie von Otter hochkarätig bestückt ist. Dass die Neueinspielung den Vergleich nicht besonders gut besteht, liegt auch an Maestro Curtis selbst: Sein locker-leichter Händel-Stil verträgt sich mit den komischeren Werken besser als mit einem Werk wie «Ariodante», wo es um Leben und Tod geht. Gerade gegenüber der rhythmisch schärfer konturierten und dynamisch ausgreifenderen Minkowski-Aufnahme klingt Curtis’ Version wie ...
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Opernwelt Juli 2011
Rubrik: Medien/CDs, Seite 30
von Jörg Königsdorf
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einem New Yorker Hotel. Doch das Geschehnis, von dem ein humorvoller Chronist berichtet, ereignete sich in den 1920er Jahren in Glyndebournes legendärem «Organ Room» – während der Aufführung der...
Wenn einer in biblischem Alter noch staunen kann wie ein Kind und wenn er, mehr noch, andere mit der elementaren Kraft dieses Staunens anzustecken, mitzureißen, zu verzaubern versteht, dann ist man versucht, von einer genialen Gabe zu sprechen. Achim Freyer, der große Maler und Spieler, Sinnsucher und Rätselmann, ein Magier des Theaters, der mit fast jeder seiner...
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