Auf Augenhöhe
Sie stehen für eine unorthodoxe, sinnesprall-sinnstiftende Werktreue, die sich nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließt, aber immer lange nachklingt: der Regisseur Stefan Herheim und der Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach.
Was befeuert die Teamarbeit des Duos, das zuletzt Debussys «Pelléas et Mélisande» in Glyndebourne, Rossinis «Cenerentola» in Lyon, Bergs «Wozzeck» in Düsseldorf und Tschaikowskys «Pique Dame» in Amsterdam auf die Bühne brachte? Ein Werkstattgespräch
Herr Herheim, Herr Meier-Dörzenbach, seit vielen Jahren arbeiten Sie eng zusammen. Ein Theatermensch, der beinahe Sänger geworden wäre und vom Puppenspiel kommt, und ein musikbegeisterter Philologe und Kunsthistoriker mit einer Schwäche für Kulturgeschichte. Wie haben Sie sich eigentlich gefunden?
Herheim: Das war Zufall. Wir sind uns in einem Hamburger Studentenwohnheim begegnet – und hatten sofort einen Draht.
Meier-Dörzenbach: Wir sind, was unseren akademischen Hintergrund betrifft, wirklich denkbar verschieden. Aber vom ersten Moment an hat uns die Leidenschaft für die Oper verbunden. Und der Wunsch, dieser Leidenschaft für das Musiktheater möglichst breit gefächert auf den Grund zu gehen. Wir merkten ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Interview, Seite 46
von Albrecht Thiemann
Der sogenannte Dekabristenaufstand im Jahr 1825 ist noch heute ein wichtiges Symbol russischer Freiheitsliebe. Gleichwohl wurde die tragische Geschichte bisher nur einmal vertont: Juri Schaporins Oper «Die Dekabristen» erlebte, von systemtreuen Historikern strengstens «überwacht», 1953 ihre Premiere – als Hurra-Parade über die verhängnisvoll-folgenreichen...
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ROMEO IN SÜDAFRIKA
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Missy Mazzoli
Die «New York Times» zählt sie zu den erfinderischsten...
