Auch nur Menschen

Sachbücher über den oft mythisierten Beruf des Dirigenten

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Die Nachkriegsgeschichte der Frankfurter Oper in Form von Porträts ihrer leitenden Dirigenten zu schreiben, ist eine Aufgabe, die auch für einen erfahrenen Musikhistoriker eine große Herausforderung darstellen dürfte. Hilmar Hoffmann, der nun im fortgeschrittenen Alter diesen Versuch wagt, ist ein solcher Historiker nicht. Aber er hat einen Teil dieser Geschichte, die zwei Jahrzehnte zwischen 1970 und 1990, verantwortlich mitgeprägt. Er galt damals als der neben Hermann Glaser (in Nürnberg) profilierteste Kulturpolitiker der Republik.


In Frankfurt hat Hoffmann die Ära Dohnányi begleitet, die Ära Gielen möglich gemacht und schließlich als dessen Nachfolger Gary Bertini ausgeguckt, der ihm von Rolf Liebermann empfohlen worden war. Die anschließenden Amtszeiten von Sylvain Cambreling und Paolo Carignani konnte er dann mit der genießerischen Gelassenheit des Polit-Rentners verfolgen. Was vor seinem Amtsantritt geschah, musste er großenteils aus fremden Quellen rekonstruieren, was ganz natürlich und legitim ist. Doch das ständige gedankliche und sprachliche Changieren innerhalb des Buches, ja sogar innerhalb einzelner Kapitel, legt die Vermutung nahe, dass hier mehrere Geisterschreiber ...

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Opernwelt November 2009
Rubrik: Medien/Bücher, Seite 34
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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