Arien für Anna, Elisabeth, und Katharina

Cecilia Bartoli hat sich in den Archiven des Sankt Petersburger Mariinsky Theaters umgehört

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Die Suche nach verborgenen Schätzen der Musikgeschichte führte Cecilia Bartoli dieses Mal nach Sankt Petersburg. Dass westeuropä­ische Musiker seit den 1730er-Jahren am Zarenhof tätig waren und Opern nach italienischem Modell aufführten, ist seit Langem bekannt.

Gehört hat diese Musik bisher wohl kaum jemand, nicht zuletzt aufgrund der desolaten Quellenlage: Die Archive des Mariinsky-Theaters, in denen die meisten Partituren aus der Frühzeit der Oper in Russland lagern, blieben so lange geschlossen, bis – so zumindest wird es kolportiert – Valery Gergiev, der allmächtige Musikchef des Hauses, dem Drängen Bartolis nachgab und die Anordnung erteilte, der Sängerin die Tore zur Schatzkammer zu öffnen und Zugang zu den Handschriften zu gewähren.

Den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zu überprüfen, sei anderen überlassen. Was La Bartoli auf ihrer neuen CD – einem Konzeptalbum wie viele ihrer Aufnahmen – bietet, sind durchweg hörenswerte Entdeckungen, auch wenn sicherlich nicht jede Arie eine musikalische Offenbarung darstellt. Komponisten wie die Italiener Francesco Domenico Araia und Vincenzo Manfredini sowie der gebürtige Stralsunder Hermann Raupach, die es mal länger, mal kürzer nach ...

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Opernwelt November 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 34
von Thomas Seedorf

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