Alter Schwede

Marc Minkowski stellt in Versailles Wagners «Holländer» das «Vaisseau fantôme» von Pierre-Louis Dietsch an die Seite

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Solche Entdeckungen müssen auf allerhöchstem Niveau präsentiert werden», sagt Alexandre Dratwicki, «sonst wird das Potenzial der Stücke nicht sichtbar.» Als Künstlerischer Leiter der Stiftung «Palazzetto Bru Zane» organisiert Dratwicki seit 2009 ein weltweit einmaliges Revitalisierungsprogramm für die französische Musik der Romantik. Also hat er keinen Geringeren als Marc Minkow­ski um die moderne Erstaufführung von Pierre-Louis Dietschs «Le Vaisseau fantôme ou Le Maudit des mers» gebeten.

Grundlage des 1842 in Paris herausgekommenen Zweiakters ist Richard Wagners «Fliegender Holländer». Aus Geldnot hatte der Deutsche seine Prosaskizze zu dem Stück an den Direktor der Opéra verkauft, der den Stoff dann vom Librettisten Paul Foucher auf konventionellste Schaueropernart zurichten ließ: Das «Vaisseau fantôme» spielt auf den Shetlandinseln, der Holländer ist ein Schwede namens Troil, sein Konkurrent heißt Magnus und wird Mönch, nachdem Minna (Senta) ihn abgewiesen hat. In seiner neuen Funktion soll er die beiden trauen, wobei der Verdammte der Meere versehentlich seinen Arm entblößt – und die Wunde sichtbar wird, die ihn als Mörder seines ehemaligen Steuermanns überführt. Der wiederum ...

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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Frederik Hanssen

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