Das Wort als Ton
Es gibt in der Geschichte viele wunderbare Komponisten, deren Werke wir schätzen, die aber die historische Entwicklung der Musik nicht signifikant beeinflusst haben. Einige wenige Komponisten hingegen haben es geschafft, alles vorher Dagewesene zu summieren und gleichermaßen einen Weg in die Zukunft zu weisen – Bach, Schönberg, Wagner und Beethoven sind herausragende Beispiele für derart revolutionäre Geister. Genauso ist es bei den Interpreten klassischer Musik: So war es zum Beispiel vor Pablo Casals allgemein als gegeben angesehen, dass ein Cello nicht sauber intonieren kann.
Casals hat diese Wahrnehmung nicht zuletzt durch seine Interpretation der Bach’schen Cello Suiten geändert und dadurch eine nachhaltige Neuerung im Konzertleben geschaffen.
Dietrich Fischer-Dieskau war ein solch revolutionärer Interpret. Er gab seinen ersten Liederabend mit 24 Jahren, dies war damals keine Selbstverständlichkeit. Es herrschte ein viel stärker ausgeprägtes Schubladendenken als heute, Sänger sangen Oper oder Lied, selten beides. Er durchbrach dieses strenge Denken und zeigte, dass er in vielen verschiedenen Musikstilen Außerordentliches leisten konnte. Er sang Mozarts und Verdis Opern genauso ...
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Opernwelt Juli 2012
Rubrik: Hommage Dietrich Fischer-Dieskau, Seite 32
von Daniel Barenboim, Brigitte Fassbaender
Herr Pereira, wie reagieren Sie auf das Reizwort «Olivetti»?
Sehr positiv. Ich bin dankbar, dass ich zwölf Jahre bei dieser Firma arbeiten konnte. Außerdem habe ich nebenher ja etwas Künstlerisches getan, ich habe Gesang studiert. Aber wenn ich nicht bei Olivetti gewesen wäre, hätte ich es weder geschafft, das Konzerthaus in Wien finanziell zu sanieren noch die...
Eine ordentliche Landschaft aus Holzplanken, zeitlich im Großraum «historisch» situiert. Links steht eine Hütte, rechts deutet ein Boot ein Gewässer an. Eine Rampe zieht sich quer durch den Bühnenhintergrund, den Hang hinab fällt ein messianisches Licht – von hier muss Onegin kommen. Der erweist sich freilich nicht als Messias, nicht einmal als strahlender Galan,...
Irgendwann haben sie die Sache selbst in die Hand genommen. Mitten in der Krise, als das Land am Abgrund stand und die meisten Isländer andere Sorgen hatten als die Baustelle am Alten Hafen von Reykjavík. Rund neunzig Millionen Euro waren bereits in das neue Konzert- und Kongresszentrum Harpa (Harfe) investiert, als der Schuldensturm über den kleinen Inselstaat...
