Bernard Helmich übernimmt das Theater Bonn

Bernhard Helmich wechselt 2013 als Intendant von Chemnitz nach Bonn. Für «Opernwelt» erläutert er, wie er am Rhein Sparauflagen und künstlerische Qualität unter einen Hut bringen will.

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Herr Helmich, die Stadt Bonn lässt in letzter Zeit keine Gelegenheit aus, um ihr Theater zu beschädigen. Das Haus musste in zehn Jahren vierzehn Millionen Euro einsparen, nun soll der Etat um weitere 3,5 Millionen Euro schrumpfen. Was treibt Sie auf die Kommandobrücke eines sinkenden Schiffs?

Das Bonner Theater wird nicht untergehen. Gewiss: Es gab empfindliche Einschnitte, und es wird nicht bei den bisherigen bleiben. Aber ganz so dramatisch sehe ich die Situation nicht.

Ist das jüngste Streichkonzert abgesagt?

Nein.

Aber die Einsparungen müssen nicht auf einen Schlag erbracht werden. Die Auflage der Stadt lautet nun: Die Zuschüsse werden nach und nach abgesenkt. Die Zielmarke soll bis 2016 erreicht werden.

3,5 Millionen Euro weniger innerhalb von drei Jahren, wie soll das gehen?
Ich habe mir sehr genau angeschaut, ob das Theater eine solche Kürzung verkraften kann, ohne künstlerisch in den Bankrott zu schlittern. Ich halte das für möglich. Das Chemnitzer Theater steht übrigens vor einem ähnlichen Problem: Auch in Chemnitz wollen die städtischen Haushälter das Theater um 3,5 Millionen Euro erleichtern. Das ließe sich dort aber nur realisieren, wenn man entweder das Musiktheater ...

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Opernwelt April 2012
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Albrecht Thiemann

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