Krampfloses Miteinander

Strauss: Ariadne auf Naxos Frankfurt / Opernhaus

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Erstaunlich genug, wenn eine große Opernsängerin nach ihrem Abschied von der Bühne eine zweite Karriere als Theaterleiterin mit Erfolg durchhält. Noch erstaunlicher, wenn sie auch als Inszenatorin immer mehr überzeugt. Nicht erst jetzt, nach dem Ende ihrer Intendanz in Innsbruck, zeigt sich Brigitte Fassbaender als erfahrene, aber auch neugierig-innovative Regisseurin, die zwar die Opern auf der Bühne «gerne wiedererkennt», gleichzeitig aber zu den Bewunderern schärferer Exegeten wie Harry Kupfer oder Calixto Bieito gehört.

Wenn die Künstlerin nun an der Oper Frankfurt «Ariadne auf Naxos» von Strauss inszenierte, war genaues Hinsehen und Hinhören auf Text und Musik zu erwarten – schließlich war Strauss immer eine wichtige Domäne für sie –, aber auch eine mit den Wassern des einschlägigen Regietheaters gewaschene gründlichere und pfiffigere Lesart. Die Erwartung wurde nicht enttäuscht, sondern übertroffen.

Attraktiv schon das propere Bühnenbild von Johannes Leiacker: ganz unverspielt, eher streng in den Proportionen. Die Intention, Vorspiel und Stück enger aneinander zu binden, verhieß vielleicht nichts Himmelstürmendes, brachte aber ­Beträchtliches. Es war vor allem der Komponist ...

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Opernwelt Dezember 2013
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Hans-Klaus Jungheinrich

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