Angie schützt die Ehe
Die Vlaamse Opera hat sich das Ziel nicht nur eines modernen, sondern eines zeitgemäßen «Rings» gesetzt. Und das laut Jahresprogramm gleich in dreierlei Hinsicht. Einmal in der Regie von Ivo van Hove, dann durch das Engagement schlanker, junger Stimmen, schließlich mit einem analytisch-entschlackten Orchesterklang. Zumindest hinsichtlich der ersten beiden Punkte ist das in der «Walküre» gelungen. Man darf sich den ersten Tag dieses «Rings» nicht als irgendeine Theaterproduktion vorstellen: Auch für das Doppelinstitut Antwerpen/Gent ist 2006/07 eine Saison angespannter Finanzen.
Das Antwerpener Haus feiert sein hundertjähriges Bestehen – und hat noch die Pforten geschlossen, um die Bühnentechnik, Werkstätten und Bestuhlung zu sanieren. Gleichzeitig wurde der öffentliche Zuschuss dezimiert. Regieteams und Besetzungen der Opernproduktionen sprechen dafür, dass die Qualität vorerst nicht leiden wird. Vieles wird dem schmaler gewordenen Budget durch Kooperationen (von den Schwetzinger Festspielen bis zur Mailänder Scala) abgetrotzt. Ein zentraler Punkt des Spielplans ist die konsequente Hinwendung zu jüngerem Publikum: Eine ganz auf Kinder und Jugendliche zugeschnittenen «Zauberflöte» ...
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