Schön traurig
Mit seiner randvollen Recital-CD «Czech Opera Rarities» legt Ivan Kusnjer eine wahrhaft herzerfreuende Anthologie mit Arien und Szenen von vierzehn hierzulande meist nicht einmal dem Namen nach bekannten Werken und Komponisten zwischen 1776 und 1958 in chronologischer Reihenfolge vor (acht davon in Erstveröffentlichung).
Die Aufnahmen des 1951 geborenen sogenannten «Königs der tschechischen Sänger» und Stars der beiden Prager Opernhäuser stammen aus den Jahren 1981 bis 1991 und präsentieren seinen jugendlich frischen, anfangs sehr hellen und verführerischen Bariton auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung. Dass Kusnjer eher zurückhaltend agiert als auftrumpft, wirkt in dem überwiegend freundlichen, von volksliedhaften Motiven geprägten Repertoire nicht blässlich, sondern nobel. Poesie und Stimmung sind die Zauberworte.
Von dem neapolitanisch geprägten Josef Myslivecek mit seinen würzigen Bläserfarben («Abramo e Isaaco», 1776) springt Kusnjer zu Josef Zvonars niemals aufgeführtem, aber von Smetana geschätzten «Zaboj» (1859), dessen große Szene aus einem deklamierten Accompagnato mit «Leonoren»-haft aufgewühltem Orchester und einem volksliedhaften Tanzlied mit böhmischer ...
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Opernwelt April 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Bücher, Seite 17
von Boris Kehrmann
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung,Bühnenbild u. Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
• Purcell, King Arthur: 1. (P), 7., 13., 27. (Hiemeyer, Hirche, Grau)
• Un ballo in maschera: 5.,...
Ohne den notorischen BIC-Stift, der ihm oft als Dirigentenstab dient und irgendwie zu seinem Markenzeichen wurde, sondern mit bloßen Händen formend, schraffiert René Jacobs in vertikal wippenden Arm- und Körperbewegungen Glucks «Telemaco»-Musik sozusagen in den Raum. Wobei das Ganze, will man den Vergleich weiterspinnen, eher auf eine zart aquarellierte Zeichnung...
Es war eine Zufallsbegegnung, die Henri Dutilleux und Renée Fleming in einem Studio von Radio France zusammenführte und die Idee einer Auftragsarbeit zeitigte. Geraume Zeit später wurde die Sängerin für die Uraufführung von «Le Temps l’horloge» eingeladen, in der ersten Version drei Lieder, die im Dezember 2006 unter James Levine uraufgeführt wurden. Die Endfassung...
