Jens-Daniel Herzog und die Dortmunder Oper

Wie Jens-Daniel Herzog um das Dortmunder Opernhaus kämpft – zuletzt mit einer szenischen Vergegenwärtigung des «Elias» von Felix Mendelssohn Bartholdy

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Am Dortmunder Opernhaus hat der neue Intendant Jens-Daniel Herzog kein leichtes Erbe angetreten: Die ohnehin katastrophal schlechte Auslastung stürzte in seiner Vorbereitungszeit, in der das Haus nach Christine Mielitz’ vorzeitigem Abgang ohne Führung war, ins Bodenlose ab. Das Dortmunder Publikum schien das Interesse an seinem Opernhaus gänzlich verloren zu haben. «Der Dialogfaden war gerissen», konstatiert Herzog nüchtern, es sei nun an ihm, den Faden wieder aufzunehmen und «das verlorene Vertrauen in die Opernmacher wieder zu gewinnen».



Die ersten Premieren, die Herzog seit Saisonbeginn verantwortet hat, konnten sich sehen und vor allem auch hören lassen. Den Abwärtstrend konnte er nicht nur stoppen, sondern bereits umgekehren: Die Oper verzeichnet eine Steigerung der Einnahmen um 27 Prozent bei sechs Prozent höherer Auslastung. Das ist beachtlich, aber Herzog längst nicht genug: «Wir erleben derzeit eine Diskrepanz: Wir haben ein enthusiastisches Publikum wieder- oder auch neu gewonnen, das begeistert mitgeht. Aber von diesen Enthusiasten gibt es einfach immer noch zu wenige.»

Das Problem liege auch in der starken Segmentierung: «Wir haben eines für Barockoper, ein anderes für ...

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Opernwelt April 2012
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Regine Müller

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