Lach- und Schiessmusik
Nutzer des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs erinnern sich vielleicht noch an Werbetafeln der Textilfirma H&M, welche die Wartenden zu Beginn der Neunzigerjahre erfreute. Da räkelte sich im schwarzen 10-Mark-BH ein superblondes, super-üppiges Model, halb Marilyn Monroe, halb Anita Ekberg. Die kurvigen Reize der Anna Nicole Smith – so hieß das aufgespritzte Kunstwesen – waren schlicht, aber wirksam. Mit ihnen avancierte sie schnell zum Playmate und Werbeträger, vor allem aber zum Medienstar, der Glanz und Elend des amerikanischen Traums verkörperte.
Sie stammte aus sozial schwierigen Verhältnissen, konnte sich aber durch eine beachtliche Brustvergrößerung selbst optimieren, angelte sich einen Ölmilliardär und avancierte zur Party- und Talkshow-Queen der USA. Als der Ehemann starb, ging es abwärts. Ein Erbschaftsstreit entbrannte, Smith nahm Tabletten, wurde von ihrem Anwalt und Liebhaber Howard Stern gnadenlos vermarktet und musste den Drogentod ihres geliebten Sohnes erleben. Als sie 2007 auf den Bahamas mit erst 39 Jahren an ihrer Medikamentensucht starb, schrieb die «New York Times»: «Sie war dafür berühmt, berühmt zu sein» – ein bissiges Kompliment mit Gespür für den Kern des ...
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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Michael Struck-Schloen
«Kuda, kudà...» Wohin, wohin man schaut: Eine «Eugen Onegin»-Welle schwappt durch die Republik. Nicht weniger als zehn Neuinszenierungen verzeichnet das Internetportal Operabase im Wagner-Verdi-Jahr, die Hälfte davon in den Monaten März und April. Rechnet man das kurz hinter der vorpommerschen Grenze liegende Stettin dazu, sind es elf. Verglichen mit den rund...
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
> Dvorák, Requiem (Beaujean): 1.
> Simon Boccanegra: 2. (N.)
> Rossini, Il barbiere di Siviglia:...
Die in Israel geborene Chen Reiss gehört zu den aufsteigenden Sopranistinnen im lyrischen Fach. Sie bringt alle Qualitäten mit, die man braucht, um ein Darling des Betriebs zu werden: eine silbrige Sopranstimme und das, was man heute als «glamorous looks» bezeichnet. Ihr viertes Recital (im Zeitraum von drei Jahren) ist, wie heute offenbar obligatorisch, ein...
