Auf Sparflamme? Nein, danke
Wie ein Donnerschlag, wenn auch nicht gänzlich unerwartet, kam zur Eröffnung des 7. Mittelmeerfestivals in Valencia die Ankündigung von Zubin Mehta, als Chefdirigent der Oper und als Direktor des Festivals künftig nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Grund für seinen Rückzug gab er die anhaltende Unterfinanzierung des Hauses an. Er sehe sich nicht in der Lage, das erreichte hohe Niveau auf dieser Basis weiter zu halten.
Tatsächlich hat der heute 78-Jährige, noch immer drahtige und vitale Maestro in den zurückliegenden neun Jahren seit der Eröffnung des Palau de les Arts mit «Fidelio» im Oktober 2005 vor allem durch Großproduktionen wie den kompletten «Ring», der auch im Fernsehen gezeigt und auf DVD veröffentlicht wurde, dem Theater internationale Reputation verschafft. Das Orchester liebt ihn und offenbar auch das Publikum, das ihn bei jedem seiner Auftritte mit stehenden Ovationen empfing, die am Ende der Vorstellungen geradezu tumultuarische Ausmaße annahmen.
Die Intendantin Helga Schmidt will sich von den ökonomischen Zwängen offenbar nicht unterkriegen lassen. Man werde die fehlenden Subventionen durch höhere Kasseneinnahmen ausgleichen. Dazu freilich sei eine ...
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Opernwelt August 2014
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Ekkehard Pluta
In der spektakulären Optik von Achim Freyer gerieten die zu seinen herausragenden Werken zählenden drei sogenannten Porträt-Opern von Philip Glass – in der Reihenfolge «Satyagraha», «Echnaton» und «Einstein on the Beach» – zu den großen künstlerischen Erfolgen der Stuttgarter Oper in den Jahren vor Klaus Zehelein. Denkbar, dass von jenen auch äußerst...
Ein großer Tag für Bühnenbildner Christian Schmidt. So raffiniert waren die beiden Drehbühnen mit der seit dem Theaterbrand modernisierten Technik noch nie gehandhabt worden. Das innere und das äußere Segment waren dermaßen minuziös ineinander verzahnt, dass, mit dem Eindruck gegenläufiger Bewegungen, filmisch fließende Bilder entstanden. Inszenierte...
Aus den Schloten von Basstuba und Bassposaune steigen giftige Dämpfe auf – in übermäßigen und verminderten Quarten. Celli schmieren, dreifach geteilt, eine Mixtur aus chromatischen Quartsextakkorden auf den Untergrund wie Öl auf den Asphalt. Hörner und Holz bewegen sich in Gegenrichtung gleich Autos auf den Spuren einer Straße. Ihre Metren sind verschieden. Im...
