Was kommt...
Vorwärts
Die Zukunft des Musiktheaters will das frisch gegründete «Opera Forward Festival» (OFF) der Nationale Opera Amsterdam erkunden. U. a. steht die Uraufführung von Michel van der Aas «Blank Out» auf dem Programm. Und Peter Sellars kombiniert zwei neue Kurzopern von Kaija Saariaho.
Pour l’humanité
... lautet das Motto des Opernfestivals in Lyon. Daniele Rustioni, der designierte Musikchef, wird eine Neuproduktion von «La Juive» dirigieren. Michel Tabachnik und Régis Debray steuern ein Stück über Walter Benjamins letzte Nacht bei.
Nachspiel
Anfang März brachte das Theater Freiburg in seiner Reihe von Wiederentdeckungen Ermanno Wolf-Ferraris «Schmuck der Madonna» heraus. In einer gelungenen Inszenierung von Kirsten Harms.
Gar nicht kleinlich
Regelmäßig dirigieren sie an großen Bühnen im In- und Ausland: Roland Kluttig (l.) und Michael Hofstetter. Ihren vergleichsweise kleinen Stammhäusern in Coburg und Gießen halten die beiden GMDs gleichwohl die Treue. Ein Doppelporträt.
Opernwelt 5/2016 erscheint am 28.4.2016
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Opernwelt April 2016
Rubrik: Service, Seite 80
von
Ein Haus mit der Nummer 15. Daneben die 20. Dann wieder eine niedrige Hausnummer. So springt das hin und her, in St. Georgen im Attergau. Wer soll das durchschauen? Und doch hat die mysteriöse Zählung System, hier in diesem Ortsteil unweit des Attersees, in dem noch das Rauschen der österreichischen Westautobahn zu hören ist. Denn hier herrscht noch ein altes,...
Ein Raunen geht durchs Publikum, als sich der Vorhang hebt. In historischen Gewändern aus guter alter Zarenzeit stehen da Mütterchen und Väterchen, Reiche und Arme, ein Mädchen mit rotem Kopftuch; Angst und Schrecken sind ihnen ins Gesicht geschrieben. Dahinter in strahlendem Licht die riesige Replik eines Ölgemäldes von Wassili Surikow: der Rote Platz im...
Beeindruckend, wie sich das stilistische Bewusstsein für Mozarts Jugendopern entwickelt hat: Noch vor dreißig Jahren musste man sich mit den lauwarmen Aufnahmen Leopold Hagers begnügen, heutzutage wird das Gros der Interpreten den Werken zwischen Spätbarock und Frühklassik gerecht – unbestritten ein Verdienst der historischen Aufführungspraxis. Nicht von ungefähr...
