Verlorene Liebesmüh

Mercadantes Buffa «Don Chisciotte alle nozze di Gamaccio»

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Saverio Mercadantes Buffa «Don Chisciotte alle nozze di Gamaccio» entstand während seines mehrjährigen Wirkens auf der iberischen Halbinsel. Die Uraufführung fand 1830 im spanischen Cádiz statt. 2007 wurde der Einakter beim Rossini-Festival in Wildbad ausgegraben, vom SWR aufgezeichnet und jetzt auf CD veröffentlicht.

Das dramaturgisch bescheidene Stück, das eine Episode aus Cervantes’ «Don Quijote» auf die Bühne bringt – der 15-jährige Mendelssohn hat denselben Stoff 1825 wesentlich origineller vertont! –, lässt noch nichts von Mercadantes späterer Entwicklung ahnen, die ihn zum wichtigsten Vertreter der italienischen Opernreform vor Verdi machen sollte. Hier lebt er noch ganz von den musikalischen Versatzstücken der alten neapolitanischen Buffo-Tradition, die er mit Rossini-Anklängen auffrischt und mit spanischer Folklore würzt, von deren gelenkigen Tanzmotiven vor allem die effektvolle Ouvertüre lebt. Da auch die Aufführung sich kaum über ein zäh dahinschleppendes ­Mittelmaß erhoben hat, bleibt die Freude über die Wiederbegegnung begrenzt. Domenico Colaianni klamaukt sich mit trockenem Ton durch seine plappernde Dienerrolle, Ugo Guagliardo als Don Chisciotte macht es kaum ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Uwe Schweikert

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