Rundum sorglos
Opernhäuser sind – zumindest in Deutschland – vom Staat hoch subventionierte Wirtschaftsbetriebe. Natürlich fließt hier als Umwegrentabilität durch die Ausgaben der Beschäftigten, der Gastkünstler und vor allem der Besucher ein Vielfaches an die Geldgeber zurück. Doch selbst ein so erfolgreiches Haus wie die Bayerische Staatsoper schafft kaum mehr als 30 Prozent seines Budgets als Einnahmeneigenleistung. Jeder Platz muss allabendlich mit bis zu mehreren hundert Euro unterstützt werden.
Von diesen Subventionen, die nur ein kleiner, aber einflussreicher Bruchteil der Gesellschaft nutzt, geht ein erklecklicher Bestandteil wiederum in die Taschen der Privatwirtschaft in Form von Vermittlungsgebühren an die Agenten, die dem Opernbetrieb sein wichtigstes Material liefern: Sänger, Dirigenten und seit einiger Zeit auch Produktionsteams.
Transparenz herrscht in diesem Bereich kaum, auch scheint die Branche das nicht einzufordern. Kaum ein Journalist interessiert sich für den Tagesbetrieb eines Opernhauses, insbesondere sein Herzstück: das Betriebs- und Castingbüro. Soweit der Einfluss der Deutschen Opernkonferenz reicht, gibt es zwar die immer wieder gern beschworene Gagenhöchstgrenze von ...
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