Buffa-Trouvaille
Beim Grafen von Belfiore hängt der Haussegen schief. Seine Frau hat guten Grund, sich nicht mehr von ihm geliebt zu fühlen («Ah, dove è andato quel primo affetto») und missbilligt seine Neigung zu ihrem Kammermädchen Dorina, die sie durch eine Heirat mit dem Gärtner Mingone aus dem Haus schaffen will. Der Graf dagegen will sie mit seinem Diener Titta verheiraten, um sie immer in seiner Nähe zu haben. Es kommt zum offenen Krach zwischen den Eheleuten und zu ernsthaften Scheidungsüberlegungen.
Der als Schlichter hinzugezogene Gutsverwalter Masotto löst den Fall auf seine Weise: Er übernimmt es, Dorina zu heiraten, die auch ihrerseits mit dieser Lösung zufrieden ist. Moral: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Carlo Goldonis 1755 für Baldassare Galuppi geschriebenes Libretto «Le nozze» nimmt in einigen Zügen Lorenzo da Pontes dreißig Jahre später nach der Vorlage von Beaumarchais verfasste «Le nozze di Figaro» vorweg. Wohl deshalb hat man bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, die in diesem Jahr unter dem Motto «Wege zu Mozart» standen, den Titel auf «Le nozze di Dorina» erweitert. Freilich sind bei Goldoni die klassenkämpferischen Töne noch verhaltener, vielmehr wird ...
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Gerade erst hat sich Magdalena Kozená mit ihrer ersten kompletten Mozart-Partie auf dem Tonträgermarkt zu Wort gemeldet: An der unter Charles Mackerras 2005 in Edinburgh realisierten «Titus»-Aufnahme der Deutschen Grammophon wirkte die tschechische Mezzosopranistin als Sesto mit – und bekräftigte ihren (bislang durch Rezitals und Bühnenauftritte genährten) Ruf,...
Nach dem großen Erfolg der Uraufführung von Axel Nowitz’ «Bestmannoper» (siehe OW 6/2006) machte das Theater Osnabrück mit Janáceks «Jenufa» ein zweites Mal mit Nachdruck darauf aufmerksam, welcher Stellenwert dem Musiktheater an diesem Haus unter der neuen Intendanz zukommt. Gegeben wurde die von allen Retuschen späterer Bearbeiter befreite Brünner...
So schlimm, wie das Gemälde auf dem Cover nahe legt, kommt es in Domenico Cimarosas im Revolutionsjahr 1789 für den Petersburger Hof komponierter «Cleopatra» nicht. Die Königin hat hier noch keine Veranlassung, sich die Natter an die Brust zu legen, denn vorläufig geht ja alles nach ihren Wünschen.
Ferdinando Morettis Libretto hat mit Shakespeares Tragödie nicht...
