Sternenhimmel
Von Zeit zu Zeit entfaltet der doch ziemlich große Theaterraum der Nederlandse Opera Amsterdam einen überraschend intimen Zauber. Dann ist Christophe Rousset mit seinen «Les Talens Lyriques» wieder einmal eingekehrt, um dem dortigen Opernpublikum vorzuführen, wie wunderschön Barockoper sein kann, vor allem die aus Frankreich. Und weil der Amsterdamer Intendant Pierre Audi die Begeisterung der Opernfreunde teilt, übernimmt er gern auch die Regie, damit alles in bester Harmonie verläuft.
So auch jetzt wieder.
Auf dem Spielplan: Jean-Philippe Rameaus Tragédie lyrique en cinq actes «Castor et Pollux», die zweite Tragédie des Komponisten, die in der ersten Fassung bei der Premiere 1737 keinen besonderen Erfolg hatte, dann jedoch mit der zweiten Fassung zum meistgespielten Bühnenwerk Rameaus im achtzehnten Jahrhundert avancierte – bis 1785 notiert die Statistik mehr als zweihundertfünfzig Vorstellungen. In Deutschland erinnert man sich noch stark an eine großartige Aufführung in Frankfurt zur Gielen-Zeit, die Erich Wonder inszenierte und Nikolaus Harnoncourt nach einer eigenen musikalischen Rekonstruktion der ersten Fassung dirigierte.
Die Amsterdamer Aufführung, von Patrick Kinmonth mit ...
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