«Die großen Vektoren sind Mozart und Strauss...»

Salzburgs neuer Festspielintendant Alexander Pereira über Probleme, Politik, PPP und seine Pläne

Opernwelt - Logo

Herr Pereira, wie reagieren Sie auf das Reizwort «Olivetti»?
Sehr positiv. Ich bin dankbar, dass ich zwölf Jahre bei dieser Firma arbeiten konnte. Außerdem habe ich nebenher ja etwas Künstlerisches getan, ich habe Gesang studiert. Aber wenn ich nicht bei Olivetti gewesen wäre, hätte ich es weder geschafft, das Konzerthaus in Wien finanziell zu sanieren noch die Zürcher Oper.

Ich denke, ich könnte heute ohne diese Erfahrungen, Olivetti, sieben Jahre Konzerthaus, einundzwanzig Jahre Zürcher Oper, auch die wirtschaftliche Situation der Institution Salzburger Festspiele nicht so klar sehen.

Stört Sie die verbreitete Meinung, Sie hätten Ihre Salzburger Position vor allem der Fähigkeit zu verdanken, Sponsorengelder aufzutreiben?
Nein, überhaupt nicht. Es ist ja eine meiner Stärken, dass ich nicht nur von künstlerischen Projekten träume, sondern mir zugleich überlege, ob und wie ich diese mit der Realität verbinden, also finanzieren kann. Und in Zeiten wie diesen ist das ein sehr wichtiger Zugang. Ich muss auch den Durchblick dafür haben, warum so eine Institution gegen die Wand fahren könnte und dies scheinbar niemand merkt. Der Staat höhlt sie Jahr für Jahr aus. Diese Situation muss ich ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2012
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Gerhard Persché

Weitere Beiträge
Surrealer Seelenstrip

Manchmal werden ja wirklich Dinge beim zweiten Mal präziser, logischer, auch schöner. So ist es jetzt jedenfalls David Alden widerfahren. Der scheint sich neuerlich auf längere Regiesicht mit Händel zu beschäftigen, so wie er es früher in seiner meist hollywoodbunten, quietschigen Inszenierungsreihe an Peter Jonas’ Bayerischer Staatsoper vollführt hat. Nach seiner...

TV-Klassiktipps

ARTE
1.7. – 15.05 Uhr
Lully, ein unbequemer Komponist.
Dokumentation von Olivier Simonnet. Mit Philippe Jaroussky, Christina Pluhar, Véronique Gens und Thierry Hancisse.

1.7. – 18.30 Uhr
6./12./18./24./30.7. – 6.00 Uhr
Russische Musik.
Orchestre de Paris, Kazuki Yamada. Solist: Jean-Yves Thibaudet, Klavier. Werke von Glinka und Chatschaturjan.

2.7. – 0.25 Uhr
Lucerne...

Im Focus

Der Focus dieses Heftes ist zu einem großen Teil Uraufführungen gewidmet. Bei der Münchener Biennale, deren Zukunft ab 2014 noch offen ist, reichte das ästhetische Spektrum vom Klangsandkasten über ein schauriges Scherzo bis zur stufenlosen Vermischung von Vokal- und Instrumentalklang. Theater war jedoch kaum dabei. Auch Enno Poppes in Schwetzingen uraufgeführtes...