Dreimal keine Zeit

Vollmer: Lola rennt Regensburg / Theater am Bismarckplatz

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Intendant Jens Neundorff hat seine erste Spielzeit am Regensburger Theater mit dem Motto «Zeit» überschrieben – und eine Adaption von Tom Tykwers Film «Lola rennt» (1998) auf den Spielplan gesetzt. Die Filmhandlung: Manni hat 100 000 Mark in der U-Bahn liegenlassen. Seine Freundin Lola hat 20 Minuten Zeit, das Geld aufzutreiben, sonst wird der, dem das Geld zusteht, Manni erschießen. Das Geschehen läuft in drei «Runden» ab, nimmt jedoch jedesmal einen anderen Ausgang.

Das Libretto für die neue Oper schrieb Bettina Erasmy, die Musik gab das Theater Regensburg bei Ludger Vollmer in Auftrag, dessen Oper «Gegen die Wand» nach dem Film von Fatih Akin mehrfach nachgespielt wurde. Einige der Mittel, mit denen der Film arbeitet, sind für das Musiktheater (Regie: Schirin Khodadadian) schwierig zu adaptieren: Was Film-Lola kann – rennen! –, kann Opern-Lola noch lange nicht. Also dreht sich im Theater die Bühne mit Chor um die Protagonistin, die auf Stahlregalen herumklettert. Erst kurz vor Schluss dreht sie zwei Runden auf der Bühne. Um den Effekt ständiger Bewegung dennoch zu vermitteln, sind auf der Szene zwei gegenläufig drehbare Elemente installiert, die auf den pulsierenden Rhythmus der ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Gerhard Heldt

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