Mamma Mia
An Eleganz übertrifft es alle anderen. Es ist das schönste Opernhaus, das in den letzten Jahren gebaut wurde. Es steht im chinesischen Qingdao, früher unter dem Namen Tsingtau bekannt, eine Stadt mit deutscher Prägung aus der Kaiserzeit. Deutsche Architekten haben es entworfen: Die Pläne lieferte das Büro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg.
Opernhäuser gehören zu den Prestigeprojekten, die sich die rasant wachsenden chinesischen Millionenstädte zulegen.
Wie Flughäfen, Messegelände und Bahnhöfe werden sie – nach international ausgeschriebenen Wettbewerben – meist von ausländischen Architekten konzipiert und betreut. Peking machte den Anfang mit Paul Andreus Oper(n-Ei). In Guangzhou wurde unlängst das spektakuläre Opernhaus von Zaha Hadid eröffnet, zwei weitere Häuser in Chongqing und Tianjin stammen gleichfalls aus den gmp-Büros.
Qingdao liegt am Gelben Meer mit dem Gebirge des heiligen Bergs Laoshan als Hintergrundkulisse. Die oft von Wolken umhüllten Berge haben die Architekten zu einem metaphorischen Entwurf inspiriert. Die vier «Felsen» der mit örtlichem Naturstein verkleideten Baukörper werden von einem wolkengleichen Kragdach aus Lamellen umspielt, die in der ...
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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Falk Jaeger
So hatte sich Met-Intendant Peter Gelb den Auftakt der neuen Spielzeit gewiss nicht vorgestellt: James Levine musste wegen seiner angeschlagenen Gesundheit sämtliche Dirigate für die nächsten Monate absagen. So avancierte der jüngst immer wieder für den populären Musikchef eingesprungene Fabio Luisi zum Principal Conductor des Hauses. In dieser Eigenschaft...
Sicher, Verdis effetto ist da. Aber es ist doch ein recht manierlicher Sturm, der da durchs Zürcher Opernhaus tobt. Unsere Nachmittagsvorstellung des «Otello» nimmt erst allmählich Fahrt auf, dann jedoch gewaltig. Daniele Gatti, Chefdirigent für überschaubare drei Jahre, scheint sich immer mehr zu entfalten. Ist die Intrigenmine erst mal losgetreten, wird Giuseppe...
Georg Philipp Telemann hat in seiner Hamburger Zeit zwischen 1722 und 1738 rund ein Dutzend Opern von Händel aufgeführt. Die Einflüsse des italienischen Stils sind in «Flavius Bertaridus», seinem vorletzten Werk für die Oper am Gänsemarkt, deutlich spürbar. Dass dort auch exzellente Virtuosen tätig waren, belegen die vielen groß angelegten Arien. Nur eine einzige...
