Neues beim Bergen-Festival
So einfach sorgt man für amüsierte Schlagzeilen: Nach langen fünf Stunden ging Bergens Festspiel-Chef Per Boye Hansen dazwischen und beendete kurzerhand eine Aufführung von Ibsens «Wildente». Eine gute Tat. Denn die Produktion war unkontrolliert zum 15-Stunden-Monster gewachsen.
Es geht auch flotter. Bent Sørensen führt’s vor. Für die Festival-Eröffnung hat er «Sounds like you» komponiert, ein musikalisches Mini-Drama für Orchester, Chor und zwei Schauspieler: ein Quickie über die Unmöglichkeit der Liebe.
Dafür braucht’s nicht viel.
Die wie ein Amphitheater ansteigende, dabei doch sehr prosaische «Grieghallen» ist seine Bühne. Ein junger Mann und eine junge Frau sitzen im Konzert, und während das Bergen Philharmonic Orchestra spielt, wandern ihre Gedanken: Sie entdecken sich, sie begegnen und lieben – und, klar, verlieren sich wieder.
Der Mann traut sich: Sørensen komponiert Sørensen. Das Paar nämlich hört seine «Exit Music», entstanden zur Festival-Eröffnung 2007. Der Trick ist mehr als cleveres Recycling: Sørensen komponiert «Exit Music» in Variationen neu, und zwar so, wie sie das Paar hört. In «Sounds like you» legt er den Filter unterschiedlicher Emotionen über seine eigene ...
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