Ausverkauf
Im Jahr 1977 brachte EMI unter dem Titel «The Record of Singing» zwölf Langspielplatten heraus. Es war «der Versuch, einen Überblick über die Kunst des Singens, wie sie auf Platten überlebt hat, zu geben». Die Idee zu diesem Projekt ging auf den britischen Sammler Vivian Liff zurück, der sowohl die Sänger als auch die Titel aussuchte. Die opulente Kassette schloss ein 240 Seiten starkes, reich bebildertes Buch mit einem groß angelegten Essay und kritischen Analysen von Michael Scott ein.
Auf die erste Sammlung, den Zeitraum von 1900 bis 1914 umfassend, folgte 1979 eine zweite Sammlung, erneut zusammengestellt von Vivian Liff und kommentiert von Michael Scott. Auf dreizehn LPs wurde die Entwicklung bis 1925 – bis zur Einführung der elektrischen Aufnahmetechnik – dargelegt.
Die beiden Anthologien wurden weltweit enthusiastisch begrüßt. Da aber etliche Aufnahmen der ersten Sammlung mit falschen Geschwindigkeiten – mit der Folge falscher Tonhöhen – überspielt worden waren, brachte EMI 1982 eine von Keith Hardwick korrigierte Version heraus, die der Toningenieur um eine Platte ergänzte. 1984 folgte, nun von Hardwick allein geplant, die dreizehn LPs umfassende dritte Sammlung mit ...
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So einfach sorgt man für amüsierte Schlagzeilen: Nach langen fünf Stunden ging Bergens Festspiel-Chef Per Boye Hansen dazwischen und beendete kurzerhand eine Aufführung von Ibsens «Wildente». Eine gute Tat. Denn die Produktion war unkontrolliert zum 15-Stunden-Monster gewachsen.
Es geht auch flotter. Bent Sørensen führt’s vor. Für die Festival-Eröffnung hat er...
Es war eine Herzensangelegenheit. Als eine der letzten Inszenierungen in seiner mit dieser Spielzeit zu Ende gehenden Ära als Intendant der elsässischen Rheinoper hat Nicholas Snowman die Neuproduktion von Massenets «Werther» verantwortet – «ein Werk, das ich in mehrfacher Hinsicht liebe», wie er im Programmheft schreibt. Voilà, es ist ein schönes, nein, ein...
Ihre Treue wurde der «Nymphe» bisher kaum gelohnt: Obwohl die 1732 zur Eröffnung des neuen Theaters von Verona komponierte «Fida ninfa» lange Zeit die einzige in einer modernen Edition zugängliche Vivaldi-Oper war, hatte das keine ernst zu nehmende Gesamteinspielung zur Folge. Selbst die Chance der hochkarätig besetzten Produktion bei den Potsdamer Musikfestspielen...
