Gute Unterhaltung!

Das Leben in Australien hat einen besonderen Touch. Disziplin und Laisser-faire sind dort keine Gegensätze, sondern zwei Seiten ­einer Medaille. Dieses Profil prägt auch die keineswegs nur auf das berühmte Opernhaus in Sydney beschränkte Opernlandschaft.

Opernwelt - Logo

Topografisch gesehen ist Sydney kaum zu übertreffen. Die Stadt an der Ost­küste bietet alles, was das Herz urbaner Nomaden begehrt: das Flair einer dynamischen Metropole, deren himmelstürmende Business-Türme von ­einer boomenden Wirtschaft künden; den Reiz ­eines verdichteten Lebensraums am Wasser, das in Gestalt einer weitläufig verästelten Bucht tief ins Land greift; den Charme einer sanft gewellten Hügellandschaft, die der Diktatur der Ras­ter und Planquadrate keine Chance lässt; ein kaum je getrübtes Ausgehklima, das milde Winter mit sonnengefluteten Sommern verschmilzt.


Vom Circular Quay, dem zentralen Fährhafen zwischen dem Altstadtviertel The Rocks und einer elegant herausgeputzten Flaniermeile, die bis zum legendären Opernhaus des dänischen Architekten Jørn Utzon führt, legen die gelben Schiffe der Sydney Ferries im Minutentakt ab. Über die Bay spannt sich majes­tätisch die Harbour Bridge – das Symbol des technisch-industriellen Aufschwungs der ehemaligen britischen Strafkolonie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine halbe Stunde Richtung Osten liegt der Pazifische Ozean. Eine knappe Stunde benötigt man, um den (landeinwärts) im Westen gelegenen Olympic Park zu erreichen. Und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Schlaglicht, Seite 34
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Gluck: Orpheus und Eurydike

Alles Theater? Wenn der Chor am Ende vom Triumph Amors singt, tut er das gleichsam in eigener Regie. Die beiden Liebenden sind zu diesem Zeitpunkt von der Bühne ihres vorgestellten Lebens bereits abgetreten. Sie schauen sich das «lieto fine» der theatralischen Handlung (in der leicht gekürzten Wiener Fassung von 1762) aus der Publikumsperspektive an. Das ist der...

Chiaroscuro

Bis zur aktuellen Spielzeit hatte Plácido Domingo nur ­einen kurzen Blick auf das Repertoire des Barock geworfen: 1966 trat er in Boston an der Seite von Beverly Sills in einer Produktion von Rameaus «Hippolyte et Aricie» auf. Freilich hat er immer wieder betont, dass er sich mit der Musik dieser Epoche weiter beschäftigen wolle. Glucks Baritonpartie des Oreste...

Die Welt vor dem Untergang retten

Es ist einer der unvergesslichen Momente der Filmgeschichte: wie sich ganz am Ende von Lewis Milestones «Im Westen nichts Neues» (USA 1930) ein Arm der Hauptfigur weit aus dem Schützengraben reckt, um einen Schmetterling zu fassen – und der Held dabei erschossen wird.
Kenneth Branagh zitiert dieses Bild zu Beginn seiner Verfilmung von Mozarts «Zauberflöte» nicht...