Von Menschen und anderen Pferden

Bernd Alois Zimmermanns «Soldaten», dirigiert von Ingo Metzmacher, inzeniert von Alvis Hermanis bei den Salzburger Festspielen

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So einen Schluss gibt’s nicht noch mal im Musiktheater. Ein herzzerreißender instrumentaler Aufschrei auf einem Ton, fortissimo diminuendo; kantig hartes Schlagwerk, Rührtrommeln, ein erbarmungslos herausgestanzter Rhythmus, in Noten gesetzter Stechschritt. Das Ganze wie in Zeitlupe wegbröckelnd ins Nichts. Und in der Stille tut es alles dann erst richtig weh.

Sollte es zumindest.

Doch in der Salzburger Felsenreitschule ist man viel eher überrumpelt vom schonungslosen Einsatz des vielköpfigen Sängerensembles, aus dem Laura Aikins mitreißende Marie, Tomasz Koniecznys knorriger Stolzius, Daniel Brenna mit darstellerischem wie stimmlichem Macho-Muskelspiel als Desportes, die wohltönende Charlotte von Tanja Ariane Baumgartner sowie die scharf charakterisierte Gräfin de la Roche der Legende Gabriela Benacková ragen. Und auch von den über die ganze Breite des Raums und auf zusätzlichen Emporen ausgelegten Wiener Philharmonikern (samt Bühnenorchestern, Schlagwerkern, Jazz-Combo etc.) unter dem energisch koordinierenden Ingo Metzmacher.

Richtig betroffen schien kaum einer. Am wenigsten vermutlich jene, denen Besitz und Position Hochmut ins Gesicht geschrieben haben, wiewohl Zimmermanns ...

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Opernwelt November 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 34
von Gerhard Persché

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