Wo die Würste wässriger werden

Kai Ivo Baulitz’ «Transporter»

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Der ganz «normale» Wahnsinn einer deutschen (Klein?)Stadt. Es geht rau zu in dieser kleinen Welt am Rande, im Grau der Hochhäuser. Es geht um Materielles, um Sehnsüchte und um ein Leben, das im Grunde keiner lebt. «Wie ist es hier?» – «Normal.» – «Ziemlich dunkel.» Die Gewissheit der Vergeblichkeit. Das Warten auf etwas Entscheidendes. Nichts geht weiter. Es muss aber weiter, muss immer vorwärts gehen. «Rückwärts geht es ja nicht. Das ist es doch… Seit 20 Jahren nie rückwärts. Grauenerregende Angst… Ein Auto ohne Rückwärtsgang? Niemals. Unverkäuflich. Aber wir.

Bitte sehr. Nur vorwärts. Wenn man immer nur vorwärts fährt, kommt aber irgendwann zwangsläufig eine Wand. Bremsen geht auch nicht. Ich weiß das… Keine Bremse… Kein Rückwärtsgang. Man kann nicht mal rechts ranfahren. Eingebauter Totalschaden.» 
 

Das sagt Paul Krone, Hauptfigur und Gebieter über die kleine Welt seines gar nicht so unbedeutenden Autohauses. Er liegt im Sterben. Mit ihm stirbt der letzte Ast eines kurzen Traumes vom ewigen Wirtschaftswachstum und Wirtschaftswunder der 60er bis 80er Jahre. Ein Traum auch davon, dass jeder etwas schaffen, es zu etwas bringen könne. Krone war noch einer, der nach den Sternen ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 147
von Jens Groß

Vergriffen
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