Wellness venezianisch
In Venedig kann man sich auf verschiedene Arten von Masse erschlagen lassen. Die bekannteste ist ein Spaziergang durch San Marco: Noch in der verwunschensten Seitengasse, auf dem schmalsten Seufzerbrücklein, im als absoluter Geheimtipp gehandelten Fischlokal wird man Heerscharen von seinesgleichen begegnen: Freundliche, aber oft auch etwas unglückliche Menschen, die die morbide Schönheit der Serenissima lieber in deutlich weniger Gesellschaft bestaunt hätten. Eine Steigerung erfährt dieses Gefühl zu Zeiten der Kunst-Biennale, speziell in den Tagen vor ihrer offiziellen Eröffnung.
Da mischen sich Fachbesucher, Kunstjournalisten, Sammler und Messejetset unter Venedigs Alltagstourismus – leicht erkennbar an den forciert schicken Garderoben und Leinenbeuteln, mit denen man dieses Jahr todesmutig politisch Gesinnung bekannte: «Free Ai Wei Wei» hatte das Kunstmuseum Bregenz auf seine Gratistaschen gedruckt.
Parcours der harten Rezeptionsarbeit
Die Kunst-Biennale hat ihrerseits die Tendenz, durch schieres Überangebot die Rezeption zu erschweren. 89 Nationen stellen in Pavillons auf dem Biennalegelände, aber auch über die Stadt verteilt aus, oft in ihrerseits aufwändig kuratierten ...
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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Theater und Bildende Kunst, Seite 12
von Eva Behrendt
Am Ende sitzen sie im Knast, Annette (19) und Isabell (22), verhaftet auf einer Demo gegen die jahrelange Wegsperrung von Asylbewerbern. Dort endlich sind sie alle aufeinander getroffen: Annette, das Kind aus gutem Hause mit dem großen Leeregefühl und der diffusen Scham der Privilegierten, Isabell, die abgebrochene Studentin, Tochter einer ausgenutzten...
Augsburg, Theater
Kasse: 08 21/324 49 00
25.9. Hensel, Welche Droge passt zu mir?
R. Fabian Alder
Basel, Theater
Kasse: 00 41/61/295 11 33
15.9. Kelly, Die Götter weinen (DE)
R. Elias Perrig
16.9. Shakespeare/Purcell, Hush, no more
R. Corinna von Rad
23.9. Ibsen, Ein Volksfeind
R. Simon Solberg
Berlin, Ballhaus Naunynstrasse
Tel.: 030/75 45 37 25
...
Leinen los und heiß die Segel; fahr mit uns / Wir werden nicht bestehen, die Welt wird untergehen.» So extemporiert Blumfeld-Mastermind Jochen Distelmeyer nachmittags beim Soundcheck auf der Festivalkonzertbühne im Innenhof des Schauspiels Hannover. Keine zweihundert Meter entfernt auf dem Opernplatz scheint es, als habe seine Vision bereits einen Ankerplatz...
