Vier Elogen...
Samuel Finzi: Einfach da
Zuerst war ich mit Birgit in Sczecinek (Polen). Sie war noch sehr jung, ich – jünger. Ein Jahr später war ich mit ihr in Wien. Dann in Berlin. Ich war mit Birgit auch in Paris. Ich war mit ihr in Athen. Auch in Zagreb und Sarajevo. In Montreal war ich auch mit ihr.
Sogar in Chur (in der Schweiz) war ich mit Birgit. Und ich war mit ihr in Mexico City. Bald bin ich mit ihr in Oslo, etwas später auch in Belgrad.
Ich bin mir sicher, dass sie da sein wird. Ganz sicher.
Egal, ob sie aus dem Nebel erscheint und dorthin mit einem grotesken Verzweiflungsgesang wieder verschwindet («Iwanow»), mir in die Eier tritt und mich dann küsst («Leutnant von Inishmore») oder eine Zigarette raucht und mir dann eine knallt («Pulverfass»). Birgit ist einfach da. Und das macht mich immer sehr glücklich.
Lars Eidinger: Die Unerschöpfliche
Birgit Minichmayr und ich haben uns beim Casting zu Maren Ades Film «Alle Anderen» kennengelernt. Und obwohl wir nicht auf Anhieb miteinander harmoniert haben, waren wir als Paar, vielleicht sogar genau deswegen, das, was Maren gesucht hatte. Weil laut Maren unser Machtverhältnis nicht eindeutig war. Wir hatten für einen Kinofilm ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
1989 hat vieles verändert, aber vieles auch nicht: zum Beispiel die unverbrüchliche Begeisterung von Dramaturg(inn)en für neue Stücke. Ein Einblick in die noch unaufgeführten Texte der nächsten Saison – aus Liebhabersicht.
Patricia Benecke Dennis Kelly, wie würden Sie gegenwärtig den Blick der Briten auf ihre Politiker beschreiben?
Dennis Kelly Seit dem Antritt von New Labour ist so viel passiert, dass ich guten Gewissens sagen kann: Im Moment sind wir absolut desillusioniert. Insgesamt muss man wohl ein kleines bisschen weiter zurückblicken. Die Probleme, die Maggie Thatcher...
Alles falsch». So steht es in großen farbigen Lettern auf einem Plakat in dem sparsam eingerichteten Café «kwadrat» im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort, das Kathleen Morgeneyer für unser Treffen vorgeschlagen hat. Teil der Inszenierung? Sollte Stanislawski das hier aufgehängt haben, oder Strasberg oder ein anderer gestrenger Kunsterzieher? Ist die karge Bühne für...
