Uneingeschränkt geschenkkassettenfähig
Der Rhythmus stimmt in diesem Film. Der Sound auch und die Richtung sowieso: Existenzfragen und sozialer wie mentaler Überlebenskampf sind nun mal die Themen dieser Tage (keine Ironie!). Was Gorkis naturalistisches «Nachtasyl» natürlich nicht zum Nachbarschaftsdrama macht, und der Filmregisseur und Drehbuchautor Hardi Sturm, der den Stoff in deutsch-französischer Koproduktion (NFP teleart, ZDF-Theaterkanal, Arte) verfilmt hat, stilisiert die Sache trotz allerhand Zeitkolorit auch eher ins Überzeitliche, Archaische. Letzte Dinge, revisited.
Am Anfang sieht man Luka, den Wanderer, in einer ehemaligen NVA-Kaserne campieren. Er sitzt am Feuer und schaut sich den ML-Agitprop an den Wänden an. Einen Schäferhund hat er auch dabei. Dann macht sich der Alte wieder auf den Weg – weiter durch den wilden Osten. Dazu, nicht auftrumpfend, aber mächtig Stimmung machend, die Low-fi-Roadmovie-Musik von Dürbeck & Dohmen. Luka also, ein postideologischer Penner, der im Off von der Wahrheit spricht, die keinen interessiert. Ein schöner, ein poetisch-realistischer Anfang, gebrochen nur durch die seltsame Mokanz, mit der Hans-Peter Hallwachs die Worte formt, und durch die rührende Holprigkeit des ...
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Am Gipfel blendet ein Licht, nicht unbedingt das Licht der Aufklärung, vielleicht sogar ein Irrlicht und flackernder Augentrug. Die seit diesem Jahr von Jürgen Flimm geleitete RuhrTriennale beleuchtet das Doppelgesicht der Romantik: Ratio und Irrationalität, industrieller Fortschritt und Sehnsucht nach dem Vergangenen, Settembrinis Zukunftseuphorie und Naphtas...
Thomas Irmer Gerade erscheint «Amerika» als zweiter Teil einer Kafka-Trilogie mit Philipp Hochmair, dessen «Werther!» (nach Nicolas Stemanns Bühnenversion) vor zwei Jahren die Gründungs-CD beim Label «herzrasen» war. Herzrasen – der Name wirkt etwas irritierend für einen Audio-Verlag. Stehen Sie nicht mit den Monologen nach Kafkas Romanen, die Sie zusammen mit...
Weber-Folgen
Die Vergabe von Aufführungsrechten an die Theater hat sich seit Beginn der Spielzeit in wichtigen Punkten geändert. Dabei sind die Rechte der Autoren gestärkt worden. Bei Uraufführungen können erhöhte Vergütungspauschalen vereinbart werden, und die Urheberabgaben für die Bühnenverlage wurden um vier Prozent erhöht (nachdem sie drei Spielzeiten...
