Umgekehrter Marshallplan

Das German Theatre Abroad begibt sich mit Roland Schimmelpfennigs «Start Up» im Gepäck auf Straßentheatermission in Amerika

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Der Kulturaustausch beginnt mit einem hellgrün lackierten Schulbus, der vor das New Yorker Off-Spielhaus P.S. 122 vorfährt. «Road Theater USA» verkündet das solide Vehikel der deutschen Theatergruppe GTA (kurz für «German Theater Abroad») in selbstbewussten Groß­buchstaben. Zwei Monate lang soll es die Ensemblemitglieder 6ooo Meilen weit und über 23 Zwischenstationen quer durch Amerika transportieren. Drei enthusiastisch aus dem Bus springende Schauspieler verteilen bei der New Yorker Premiere erst einmal Deutschlandfähnchen unter den wartenden Zuschauern.



Roland Schimmelpfennig hat eigens für diese Theaterexpedition das Stück «Start Up» ver­fasst, das das durchaus romantische Anliegen des GTA selbstironisch widerspiegelt. Die bettelarmen Kreativen Kati (Lisa-Marie Janke), Rob (Nils Nelleßen) und Micha (Nicolai Tegeler) versuchen darin, ein deutsches Theaterhaus in der amerikanischen Provinz zu gründen und mieten zu diesem Zweck ein Ladengeschäft. Der Logik des amerikanischen Einwanderertraums folgend, wollen sie Kapital aus ihrer nationalen Identität schlagen. Der schwarze Hausbesitzer Ike hat für dieses zugleich utopische und unwirtschaftliche Unternehmen wenig Verständnis, fasst ...

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Theater heute November 2007
Rubrik: Magazin/Roadtheater, Seite 62
von Daniel Schreiber

Vergriffen
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