Theater ohne Publikum

Ein Gespräch mit Andrzej Wirth, dem Begründer des Gießener Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

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Andrzej Wirth Als ich 1966 zum ersten Mal nach New York kam, suchte ich über eine polnische Stiftung eine Unterkunft. Sie hieß nach dem polnischen Ingenieur und Emigranten Jurzykowski Foundation und führte an der East 37th Street ein Haus für Literaten und Künstler. Ich wohnte dort für ein paar Monate, mit anderen notgelandeten Polen. Es war nach der Zeit in Amherst, bevor die Stanford-Gastprofessur aktuell wurde. Die Kakerlaken dort werde ich nie vergessen.

Besser Kafka lesen als Gregor Samsas Angst erleben zu müssen!

Im Moment erleben wir in Polen eine Diskussion um den weltberühmten Reporter Ryszard Kapuscinski, der mit dem Sicherheitsdienst zusammengearbeitet haben soll, was nun angeblich seine Verdienste als Autor schmälert. Was da überhaupt nicht gesehen wird, sind die unterschiedlichen Phasen des Polizeistaats, der Polen in dieser langen Zeit war. Es ist historisch total falsch, Kapuscinski zu unterstellen, er hätte diese Kontakte gesucht – zu einer Zeit, als er sie wohl gar nicht vermeiden konnte. Das war ja auch ein Grund für mich, nicht mehr nach Polen zurückzukehren, weil man damit rechnen musste, dass solche erzwungenen Kontakte nicht mehr zu vermeiden waren, als die ...

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Theater heute August/September 2012
Rubrik: Akteure, Seite 48
von Thomas Irmer

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Manch langjähriger Burg-Abonnent soll schmerz­lich zusammengezuckt sein, als er ansehen muss­te, wie der eine oder andere heilig rot­samtene Stuhl im Zuschauerraum von Joachim Meyerhoff sorgsam zerlegt wurde. Aber Robinson Crusoe strandet nicht von Ungefähr im hinteren Zuschauerrund des Wiener Theatertempels und muss sich trotz strengstem Denkmalschutz schließlich...

Kein Spaziergang

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