Stabile Lebensbeziehung

Der Beruf des Schauspielers im deutschen Stadttheater: eine Herausforderung, ein Debakel, ein Luxus. Eine Selbstreflektion

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Immer noch versammeln wir uns in und vor Guckkastenbühnen, um den Menschen zu betrachten. Aber es gibt auch offenere Situationen, in denen die Zuschauer sich auf der Bühne befinden und sich mit den Akteuren mischen, selbst zu Betrachteten oder zu
aktiven Teilnehmern werden. Es gibt Theater, das keine Bühne braucht, sondern sich an öffentlichen Orten ereignet und manchmal erst nach einer Weile als Theater zu erkennen ist.

Es gibt Theater, das keine Schauspieler braucht, sondern «Experten des Alltags», Theater, das sich nicht mehr über den Menschen vermittelt, sondern über Medien, Musik und bildnerische Mittel. Das Theater hat sich längst vermischt mit anderen Künsten.

Wenn ich von meinem Beruf, dem der Schauspielerin, zu erzählen versuche, müssen wir uns also bitte im Klaren darüber sein, dass ich zur Vertreterin eines Begriffs werde, der weit gefasst und nicht geschützt ist. Und ich kann naturgemäß nur von mir sprechen. Sicher hat jeder Kollege eine andere subjektive Wahrnehmung vom Beruf; also bitte: Nageln Sie mich nicht fest!

Das Arbeitsamt beschreibt den Beruf des Schauspielers – ganz objektiv – so: «Schauspieler und Schauspielerinnen verkörpern Charaktere in Bühnenaufführungen ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 10
von Wiebke Puls

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