Sprachspiel und Antiken-Mahl
Das Original hieß noch «Meine Bienen. Eine Schneise». In Nürnberg fehlen nun seltsamerweise die Insekten im Titel, summen einem dafür aber, noch bevor die Vorstellung beginnt, aus Lautsprechern fast ein wenig bedrohlich um die Ohren. Ansonsten hat Stefan Otteni das Werk des Österreichers Händl Klaus gegenüber der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2012 auch noch dahingehend abgespeckt, dass er die musikalische Untermalung wegließ.
Dabei war es doch damals hauptsächlich die alle Stilgrenzen genüsslich übertretende Osttiroler Musicbanda «Franui», die gekonnt von dem etwas wirren Text ablenkte und den Abend so zu einem leidlich erträglichen kleinen Gesamtkunstwerk anwachsen ließ.
Otteni aber konzentriert sich allein auf die Vorlage aus Wörtern, der er freilich so viel Melodie abzugewinnen versucht, wie Händl Klaus es zulässt. Dass der musikalisch schreiben kann wie wenig andere, dabei aber gerne auch den Inhalt des Erzählten aus den Augen verliert, ist nicht neu. Im vorliegenden Bühnen-Fall soll es um Naturschutz im Einzelnen und Familienverwirrungen im Besonderen gehen (oder umgekehrt). Als Krimigeschichte getarnt, schickt der Autor vier Personen auf die Suche nach der ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Chronik: Nürnberg, Seite 60
von Bernd Noack
Nun ist es so weit: Auf dem Tisch der Kultusminister hierzulande liegen sie, die Bewerbungen um das immaterielle Kulturerbe. Die Liste scheint lang zu sein, allein in Nordrhein-Westfalen gingen 21 Bewerbungen ein, auch die für die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft. Kaum hatte der Bühnenverein diese angekündigt, standen sie auch schon parat, diejenigen, die...
2./Sonntag
23.30, ARD: Auf der Suche Fernsehfilm (2011) Buch und Regie Jan Krüger, mit Corinna Harfouch u.a.
4./Dienstag
22.45, ARD: Erika Pluhar – Trotzdem. Mein Leben Film von Sigrid Faltin
9./Sonntag
11.05, 3sat: Robert Walser – ein Poetenleben Biel 1878 – Herisau 1956
Film (2003) von Ernst Buchmüller
11./Dienstag
20.15, 3sat: Ein halbes Leben Fernsehfilm (2008) von...
Ein Mann wird verlassen, ein Kapitel geschlossen. Mobiliar, Wände, Boden sind weiß abgedeckt, ein früheres Leben verschwindet unter Laken wie eine Leiche. Zeit, sich neu zu erfinden. Gesichter flammen auf, die Laken sind jetzt Leinwände neuer Lebensgeschichten, «Entwürfe zu einem Ich», die Max Frisch 1964 variantenreich ausbreitet, um letztlich doch von der...
