Schwummrige Aussichten
Was haben Städte gemeinsam, und worin unterscheiden sich ihre gleichen Einrichtungen? Fabriken, Bibliotheken, Einkaufszentren, Bahnhöfe, Hotels gelten als Knotenpunkte urbanen Lebens. Letztes Jahr im Herbst startete das auf vier Städte angelegte Projekt in Berlin, es folgten Buenos Aires und Warschau, schließlich Zürich. Es dürfte kaum reguläre Zuschauer gegeben haben, denen der vergleichende Blick im Ganzen vergönnt war.
Die Kuratoren Lola Arias und Stefan Kaegi hatten wohl auch kaum ein solches Jetset-Publikum im Sinn, eher die Erkundung des von verschiedenen Künstlern entwickelten, site-specific dokumentarischen Theaters zu unterschiedlichen Bedingungen. Expeditionen in die unbekannte Gegenwart, manchmal mit kleinen Interventionen oder auch schon ganz Rimini-klassisch als biografisch-soziologische Geschichten.
Glühende Haufen
In Warschau hat sich die Sache auf jeden Fall gelohnt. Der Argentinier Gerardo Naumann wählte für seine Fabrik-Exkursion eine riesige Stahlhütte am nördlichen Stadtrand aus. Die heutige Huta Arcelor Mittal hatte einst 10.000 Beschäftigte und war ein Schauplatz der Solidarnosc-Streiks von 1980. Inzwischen arbeiten in dem modernisierten Werk nur noch 500 ...
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Theater heute Oktober 2011
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Thomas Irmer
In der belgischen Region Flandern leben gut sechs Millionen Menschen. Zählt man die Flamen in der Hauptstadt Brüssel dazu, kommt man auf eine Zahl, die in etwa der Bevölkerung Hessens und Bremens zusammen entspricht. Die flämische Gemeinschaft – also der Teil des belgischen Staates, der für die Kultur der niederländisch sprechenden Bevölkerung zuständig ist –...
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 0041/1/261 21 79
30. Walser/Khuon, Ein fliehendes Pferd
R. Harald Demmer
Aachen, Theater
Kasse: 0241/478 42 44
23. nach Bucay, Wie der Elefant die Freiheit fand
R. Nicola Reinmöller
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/52 26 00
1. Boyle, In der Zone (U)
R. Katharina Kreuzhage
15. Mensing/Thalheim, Moschee.de
R....
Pläne der Redaktion
«Kein Licht.» heißt das neue Stück von Elfriede Jelinek nach der Katastrophe von Fukushima. Gibt es menschliche Schuld, oder hat die Natur mit Erdbeben und Tsunami einfach «übertrieben leidenschaftlich» reagiert? Der Stückabdruck und mehr über Karin Beiers Kölner Uraufführung im nächsten Heft
Die Münchner Kammerspiele stechen in ihre zweite...
