Rumstehen und leuchten
Das einzig Ungewöhnliche an dem ganz und gar gewöhnlichen Mehrfamilienhaus in der Bochumer Wilhelm-Stumpf-Straße ist, dass auf dem Klingelbrett drei Mal der Name Beckmann steht. Maja Beckmann wohnt hier, Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses gleich um die Ecke. Ebenso ihr jüngerer Bruder Till Beckmann, der Ruhrgebietsliteraturwettbewerbe veranstaltet, im Off-Kindertheater spielt und mit seiner Freundin gerade das erste Kind erwartet.
Schließlich Lina Beckmann, seit vier Jahren am Schauspiel Köln engagiert, Alfred-Kerr-Preisträgerin und frisch gekürte Schauspielerin des Jahres, mit ihrem dreijährigen Sohn Karl. Und es gibt noch zwei weitere Beckmann-Geschwister, Malte und Nils. Auch Nils spielt Theater und ist mit von der Partie, wenn die Geschwister unter dem Label «Spielkinder» Ruhrpott-Heimatabende veranstalten oder gemeinsam Projekte realisieren, die ihnen über den Arbeitsalltag hinaus am Herzen liegen.
Unverblümte Ansprache
Lina Beckmann, geboren 1981 in Hagen zwischen Dortmund und Lüdenscheidt, ist die Dritte von Fünf, das Sandwich-im-Sandwich-Kind sozusagen, und auch wenn es schwer nach Küchentischpsychologie riecht, ist die Versuchung groß, zwischen ihrer Arbeit ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Spieler des Jahres, Seite 88
von Eva Behrendt
Ein Schauspieler ist er nicht, er will kein Schauspieler sein. Seine Kollegen mögen Schauspieler sein, was für ihn heißt: Mensch-Maschinen. Er will sich nicht verbiegen. Sich Figuren zu widmen, hat er nicht nötig. Ihm reicht es, er selbst zu sein, und er ist sich sicher, dass er mit der Zur-Schau-Stellung seiner Tagesform dem Publikum das größte nur denkbare...
Im Jahre 2010 wird in Hollywood die Erfolgsgeschichte des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg verfilmt. Der Held ist ein 20-jähriger Harvardstudent und Internetfreak, der eine virtuelle Plattform errichtet, auf der sich Menschen im Internet in einem selbsterstellten Profil darstellen und per Mausclick mit Hunderten von anderen Menschen Freundschaften schließen können....
Ich habe schon das Sekundärdrama erfunden, und jetzt erfinde ich meinetwegen auch noch das Parasitärdrama (man kann es auch Schmarotzerdrama nennen), nein, leider habe nicht ich es erfunden. Ich habe es nicht einmal bewußt gefunden. Ich bin auch schon einmal ein bißchen Abfall für alle gewesen, was absolut gestimmt hat, es war mir nur nicht eingefallen, auch nicht...
