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Das Young Directors Project rettet Thomas Oberenders erstes Schauspielprogramm bei den Salzburger Festspielen

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Wenn Menschen Windeln tragen, gibt es dafür zwei Gründe. Entweder, sie sind erst seit kurzem auf der Welt. Oder nicht mehr lange. Erwachsene Männer, die am Ende ihres Lebens stoffwechseltechnisch wieder zu Babys werden, sind ein schrecklich komischer Anblick. Im Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele konnte man heuer gleich zwei solche beklagenswerte Gestalten besichtigen. In dem Tanztheaterstück «Le Salon» von der belgischen Gruppe Peeping Tom wird dem inkontinenten Opa eine Windelhose angelegt; in Luk Percevals Inszenierung «Molière.

Eine Passion» trägt ein Pascha am Ende Pampers.

Schade, dass der Windelkonzern in diesem Jahr nicht zu den offiziellen Sponsoren des Festivals – «Salzburger Festspiele – powered by Pampers» – gehörte. Dafür hat der neue Intendant Jürgen Flimm seinem ersten Programm das Motto «Nachtseite der Vernunft» verpasst; damit sollte dem vergangenen Jahrgang, als mit Jubilar Mozart auch die Macht der Aufklärung gefeiert wurde, etwas entgegengesetzt werden. Allzu ernstnehmen muss man das aber auch wieder nicht. «Die Unvernünftigen sterben aus» heißt ein altes Handke-Stück, dessen Titel gut zum diesjährigen Motto passen würde – wiederentdeckt wurde es in ...

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Theater heute Oktober 2007
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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