Nette Nachbarn
Aalen scheint sich als Karrieresprungbrett für junge Intendantinnen zu etablieren. Simone Sterr, die im Team mit Ralf Siebelt und Winfried Tobias einfallsreich und mit Erfolg das kleinste und jüngste Stadttheater Deutschlands einem breiteren Publikum öffnete, wurde schon nach drei Jahren weg engagiert ans Landestheater Tübingen. Die Neue ist Katharina Kreuzhage, vormals Oberspielleiterin am Schauspiel Essen bei Jürgen Bosse.
Auch sie arbeitet im Dreierteam und führt die inzwischen bewährte Linie fort: zeitgenössisches Theater, möglichst Erstaufführungen, eingestreut ein paar Klassiker, musikalische Unterhaltung, dazu ein starkes Angebot für Kinder und Jugendliche. Das Ensemble besteht wie gehabt aus drei Frauen und drei Männern, allesamt neu in Aalen. Das vorige Ensemble wechselte geschlossen mit Simone Sterr und Ralf Siebelt nach Tübingen, und es passte, dass Theatergründer Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle noch schnell die nächste Intendantin engagierte, bevor er unversehens abdankte. Zur Eröffnungspremiere in Aalen erschien selbstverständlich der neue Oberbürgermeister mit Gattin und Tochter. Die Stadt nimmt Anteil an ihrem Theater (siehe TH 4/05).
Zur Eröffnung gab es ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Franz Wille Herr Pierwoß, das Bremer Theater ist nur sehr knapp der Insolvenz entgangen. Wie fühlt man sich da als Generalintendant?
Klaus Pierwoß Als passionierter Bootsfahrer sage ich: Wir sind an einer tödlichen Klippe vorbeigeschrammt. Es ist nicht leicht, künstlerischer Leiter eines Unternehmens zu sein, dem das Kainszeichen der Insolvenz auf die Stirn...
Der Weg durch das neue Museum von Yad Vashem führt in einem Berg durch ein tiefes Tal. Der Architekt Moshe Safdie hat das im Querschnitt dreieckige Gebäude tatsächlich wie einen Keil in den Har Hasikaron (Berg des Gedenkens) gebaut, und die Zickzackstrecke, die man von der Machtergreifung Hitlers bis zur Ankunft der Überlebenden in Eretz Israel zurücklegt, hat...
Entscheidend ist wieder mal die Frage, wo die Grenze zu ziehen ist. Und in welchem Kontext etwas stattfindet. Also etwa: Wie lange darf ich vor dem Fernseher oder bei ebay abhängen, ohne in den Verdacht zu geraten, dies für abendfüllend zu halten? Oder: Bis zu welchem Alter kann sich ein arbeitsloser Akademiker glaubhaft als freischaffend ausgeben? Und, um etwas...
