Mühen der Männerwelt

Tom Peuckert «Elende Väter»

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Die Gattungsbezeichnung verrät eine gewisse Unentschlossenheit. «Ein Theaterabend» hat Tom Peuckert sein neues Stück genannt. «Theaterabend» geht eigentlich immer, außer bei Matineen.

«Elende Väter» zeigt, was der Titel verrät: elende Väter. Sieben Männer treten auf, sie finden sich in einem Wartesaal eines mysteriösen Amtes ein und erzählen einander ihre Lebensgeschichten. Einer hat seine Karriere als Kaffeeröster aufgegeben, um seine Frau zum Ultraschall zu begleiten, einer hat eine Zeitmaschine im Keller stehen und reist ab und zu in seine eigene Vergangenheit.

Dabei ist ihm aufgefallen, dass die Frauen vor zwanzig Jahren alle viel leiser gesprochen haben. Einer, der Wurst liebt, wird von Frau und Tochter zu fleischloser Ernährung gezwungen. Und wieder einer trinkt Soja-Latte und trägt einen Babybjörn. Miniaturen aus der Männerwelt, mal witzig, mal bizarr, mal so lala.

Das Stück ist eine Auftragsarbeit für das Theater Bielefeld, das sich seit längerem schon – besonders in seiner kleinen Spielstätte im «Theater am Alten Markt» – der neuen deutschen Dramatik widmet. Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, hat für Bielefeld bereits zwei Stücke geschrieben: «Luhmann», eine witzige und ...

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Theater heute Januar 2008
Rubrik: Chronik, Seite 49
von Ronald Meyer-Arlt

Vergriffen
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