Magdeburg: Bowie in Brandenburg
David Bowie ist das große Ziel der Geschichte von Alexander Kühnes Debütroman «Düsterbusch City Lights». 2016 erschienen, ist er so etwas wie das Ex-DDR-Pendant zu Rocko Schamonis «Dorfpunks». Der Roman erzählt das Leben von Anton Kummer, dessen größter Wunsch es ist, im fiktiven Dorf Düsterbusch einen großen Szene-Club zu etablieren, in dem David Bowie auftreten soll. Oder zumindest irgendwer aus dem Westen.
Dazu aber müsste Kummer sich produktiv mit Volkspolizei, FDJ und dem Kulturhaus auseinandersetzen, was allerdings nicht die größte Stärke des jungen Kultur-Entrepreneurs ist. Die Stationen des Brandenburger DDR-Undergrounds weisen dabei deutliche Ähnlichkeiten zur Biografie des Autors Kühne auf. Der Roman besticht durch seine Details und ist sicher einer der relevantesten Romane zum Zustand von Jugend und Gesellschaft in der späten DDR.
David Bowie eröffnet nach einem kurzen Prolog auch die Uraufführung des Romans im Theater Magdeburg, wo die scheidende Schauspieldirektorin und Regisseurin Cornelia Crombholz zusammen mit dem Dramaturgen David Schliesing eine flotte Theaterfassung erarbeitet hat. Daniel Klausner als Anton Kummer als David Bowie startet in einem weißen ...
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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Chronik, Seite 63
von Torben Ibs
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