Letzte und allerletzte Kopfdramen
Mit dem Monologfestival am Schauspielhaus Zürich ging es 2001 los. Damals wurde eine einsame, vergessene Figur der amerikanischen Literatur für die Bühne entdeckt. «Bartleby, der Schreiber» – 1853 von Herman Melville geschrieben und zunächst anonym veröffentlicht – berichtet von einem störrischen Außenseiter und Leistungsverweigerer in einer Kanzlei der New Yorker Wall Street. «I would prefer not to – ich würde lieber nicht» ist sein leitmotivisches Anti-Credo für die ihm in der Zentrale der Wirtschaft angetragenen Aufgaben als einfacher Kopist.
Sein Arbeitgeber ist verärgert, dann auch erstaunt, schließlich fast verzweifelt über das Verhalten seines Angestellten, den er im Gefängnis in absichtslosem Hungerstreik sterben sieht.
Weil Bartleby nie sagt, was er will oder wogegen er ist, konnte er als rätselhafte Leerstelle wiederholt Gegenstand ausgreifender philosophischer Interpretationen werden, die freilich keinen klärenden Abschluss finden. Nach Ueli Jäggis Solo-Abend in der Regie von Isabel Osthues fand vorletztes Jahr auch Christoph Marthaler Gefallen an der Geschichte und musikalisierte sie an der Berliner Volksbühne in einem Depot für Klaviere unter dem Titel «Lieber nicht», ...
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Dieser Brick kann einem schon Leid tun. Gestern erst hat sich der Sportreporter den Knöchel gebrochen, heute muss er zum Geburtstag des Vaters antreten, zu dem die ganze Familie samt Pfarrer und Doktor geladen ist. Da stürzt, kurz vor Torte, Sekt und Ständchen, Gattin Maggie ins Gästezimmer. Weil sie sich auf einen Schokokeks gesetzt hat und das kleine Rosafarbene...
